Mittwoch, 18. Oktober 2017

Das Haar in der Suppe

Der positive Trend an den Börsen hält an. Die Konjunkturdaten geben das auch her. Schwierig wird es wohl erst dann, wenn in den Notenbanken die geldpolitischen Falken das Sagen haben.

Haken dran: DAX 13 000. Eine weitere schöne runde Marke hat der deutsche Leitindex da erreicht. Ähnlich sieht es in den USA aus. Der S & P 500 überschritt ja schon einige Wochen zuvor die 2500er-Grenze, und beim Dow Jones, da winken die 23 000. Es läuft.

Weil das so ist, suchen wir nach dem Haar in der Suppe. Und fragen uns — wie wir das ja immer wieder in schöner Regelmäßigkeit tun —, wie lange das so weitergeht. Dabei hilft die Erkenntnis, dass in der Vergangenheit nicht jede Korrektur eine Rezession angekündigt hat, aber jede Rezession einen Kurssturz nach sich zog. Die Kernfrage lautet also: Wie weit sind wir von einer Rezession entfernt — so seltsam das aktuell vielleicht klingen mag.

Blicken wir in die USA und an die Weltleitbörse Wall Street. Drei Bereiche sind  hier besonders interessant: Die finanzielle Entwicklung der privaten Haushalte, das Wohl und Wehe in der Unternehmenswelt und last but not least die Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

Was die Haushalte angeht, scheint die Gefahr einer Rezession marginal: Hier leuchten die jüngsten kurzfristig orientierten Daten und Indikatoren derart grell positiv, dass man beim Lesen zur Sonnenbrille greifen möchte. Einzelhandelsumsätze, Konsumentenstimmung — beides so gut wie selten zuvor. Und dann auch noch angenehm niedrige Inflationsraten.

Wer sich davon aber nicht zu sehr blenden lässt, stellt fest, dass die Lohnentwicklung da nicht mithält. Für die Amerikaner heißt das: mehr arbeiten, weniger sparen oder Kredite aufnehmen, um die Kauflust weiter so zu befriedigen wie bisher. „Keeping up with the neighbours“, nennt man das. Man muss mithalten, wenn der Nachbar einkauft wie verrückt.

Doch es gibt Grenzen...

Dienstag, 19. September 2017

+++ Kleine Auszeit +++

Ab in den Urlaub - im Oktober geht es weiter.

(Es bleibt beim mittelfristigen Ausblick)

Dienstag, 5. September 2017

Schwieriger geht’s nimmer

Die Börsen halten sich eigentlich gut. Trotz zahlreicher Unsicherheitsfaktoren. Dabei stehen in den kommenden Wochen viele richtungsweisende Entscheidungen an. Da ist es gut, einen Plan zu haben.

Bye, bye August — hello September! Herzlich willkommen im wirklich schwierigsten aller Börsenmonate. Das ist wirklich so. Im Schnitt ist da wenig zu holen am Aktienmarkt. Allerdings hilft es, ein wenig zu differenzieren: Wenn die Börsen nämlich über dem 200-Tagesschnitt notieren — wie in diesem Jahr —, war es bislang immerhin in jedem zweiten Jahr so, dass der September sogar ein Plus brachte. Aber in Summe — da ist das meistens nix mit dem verflixten September.

Warum das so ist? Man kann nur spekulieren. Vielleicht weil das dritte Quartal bei den Unternehmensergebnissen ansteht und die Weichen gestellt werden, ob es insgesamt ein gutes oder schlechtes Jahr wird? Vielleicht auch weil viele Trader und Börsianer aus dem Sommerurlaub zurück sind und die Depots einer Art Spätsommerputz unterziehen? Schwer zu sagen. Klar ist aber, dass in diesem ganz speziellen September des Jahres 2017 eine Reihe von Unsicherheiten auf die Börsianer warten.

Da gibt es etwa politische Faktoren, die nur schwer einzuschätzen sind, etwa die Debatte um die US--Verschuldungsgrenze und die angekündigten Steuer-reformen in den USA. Dazu kommen die unsäglichen Vorgänge rund um Nordkorea. Und last but not least ist nicht richtig klar, wohin insbesondere die amerikanische Notenbank steuert.

Dass dies allerdings nun nicht zwangsläufig zu einem Kursrutsch ...

Mittwoch, 23. August 2017

Ganz genau hingeschaut

Die kommenden Wochen werden nicht leicht an der Börse. Es sieht tendenziell nach fallenden Kursen aus. Das dürften dann aber noch einmal Kaufgelegenheiten sein. Warum das so ist. 

Gundsätzlich sollte man sich ja angewöhnen, das Auf und Ab an der Börse aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Zum einen aus der Sicht eines Langfristinvestors, und zum anderen  mit dem Blick eines eher kurzfristig orientierten Spekulanten — das ist das Mindeste. Meist lohnt sich zudem eine mittelfristige Betrachtung der Dinge. Einfacher geht es nicht. Sonst wird das mit dem Anlegen konfus, man lässt sich vom obligatorischen täglichen Getöse an den Märkten kirre machen und begeht Fehler.

Daher zunächst mal eine aktuelle — und höchst subjektive — Einordnung: Langfristig läuft die Rally aus, und es ist nicht verkehrt, das Depot langsam aber sicher vorsichtiger aufzustellen. Mittelfristig scheint indes das Top an den Börsen noch nicht erreicht zu sein — bis Jahresende könnte noch was gehen. Kurzfristig jedoch sieht es nach einer etwas länger anhaltenden Korrektur aus. So die Lage in Kürze. Drei Blickwinkel in einem einzigen Absatz. Da kann es an der Börse lärmen, wie es will. Ablenken wird uns das nicht.

Nun ist die Börse aber kein Wunschkonzert, und oft hält sie sich ja auch nicht an solche Fahrpläne. Allerdings gibt es doch ganz gute Gründe für das beschriebene Dreiblickwinkelszenario.

Kurzfristig — erster Blickwinkel — sieht es aus folgenden Gründen weiterhin nach Korrekturbedarf aus: Zum einen spricht die Saisonalität dafür, Ende August bis Oktober sind oft schlechte Zeiten an der Börse. Dazu können politische Gründe für Unruhe sorgen, etwa die anstehenden Debatten um die US-Schuldengrenze. Und letztlich zeigen etliche Indikatoren wie Volatilität und Marktbreite an, dass die schon begonnene Korrektur noch unfertig ist — wir haben das ja schon vergangene Woche geschrieben.

Sollten die Kurse also in den kommenden Wochen weiter nachgeben, dann ist dies — und das ist die gute Nachricht — noch einmal ...

Donnerstag, 17. August 2017

Einmal ordentlich durchgeschnauft

Es wackelt an den Börsen. Und man fragt sich, ob auf die Korrektur gleich eine weitere folgen wird. Es spricht einiges dafür. Aber dennoch sollte man als Anleger auch nicht allzu nervös sein.

Also erst mal Luft holen. In den zurückliegenden Tagen ist ja dann doch etwas Unruhe aufgekommen, vor allem weil zwischen den USA und Nordkorea — rhetorisch — scharf geschossen wurde. Man denke etwa an die von -Donald Trump verwendeten Begriffe „fire and fury“. Allerdings war das wohl eine eher spontane Aussage des US-Präsidenten, und hinterher hatte sein Gefolge viel Arbeit damit, das Ganze zu relativieren.

Trotzdem fielen zunächst die Kurse. DAX und Euro Stoxx gaben ordentlich nach. Und an der Börse New York begann  zum ersten Mal seit Langem so etwas wie eine Korrektur. Ähnlich ging es in Fernost zu. In Südkorea beispielsweise rutschte der Kospi-Aktienindex recht deutlich ab, und auch die Landeswährung Won verlor an Wert. Das ist bemerkenswert, weil in der Vergangenheit die verbalen Attacken aus oder wegen Pjöngjang bei den Nachbarn in Seoul eher ignoriert wurden. Jetzt also wurde verkauft. Geparkt wurde das Geld derweil in Gold und Schweizer Franken.

Aber erst mal Luft holen. Den harten, teils irrationalen Worten werden wohl kaum Taten folgen. Zum einen dürfte vor allem China daran gelegen sein, dass es ruhig bleibt in der Region. Zudem scheint die neue Regierung Südkoreas einen besseren Draht zum Nachbarn zu haben, als das bislang der Fall war. In militärischer Alarmbereitschaft ist man in Seoul ohnehin nicht, und auch seitens der USA gibt es keine nennenswerten Verschiebungen der Seekräfte in der Region — trotz angedrohtem „Feuer und Wut“.

Also alles schon wieder gut? Sollte man jetzt schon wieder Aktien kaufen? Vermutlich ...

Mittwoch, 9. August 2017

Zwischen Gier und Sorglosigkeit

Vor allem an den US-Börsen läuft es wie geschmiert. Das lockt immer mehr Anleger an. Auch solche, die das Risiko nicht richtig einschätzen können. Das sollte man im Hinterkopf behalten.

Wie heißt es in der Börsianersprache so schön? „Ein Tief ist ein Ereignis, ein Hoch dagegen eine Entwicklung.“ Oder etwas genauer gesagt: Ein Tiefpunkt wird am Aktienmarkt dann erreicht, wenn so richtig Panik einsetzt. Im Gegensatz dazu formt sich ein Top oft über längere Zeit, wenn eine ganze Menge an Zutaten zusammentreffen. So was kann dauern und ist auch weitaus schwieriger auszumachen als ein Paniktief.

Über die zurückliegenden Wochen war der Grundtenor an dieser Stelle, dass das Top vermutlich noch nicht erreicht wurde. Bei dieser Einschätzung bleibt es zunächst auch. Allerdings läuft die Rally wohl doch so langsam, aber sicher aus. Die eine oder andere Zutat stimmt nämlich nachdenklich.

So scheint sich am Markt doch so etwas wie Sorglosigkeit breitzumachen. Aus den USA etwa wird berichtet, dass es Anfragen bei Brokern gäbe, ob es denn nicht eine tolle Idee sei, Geld im Dow oder S&P zu „parken“ — da die Kurse ja anscheinend nie fielen. Aktien als Festgeld! Sensationelle Idee.

Gleichzeitig feiern die Discount- und Onlinebroker immer neue Rekorde, was die Zahl neu eröffneter Konten angeht. Was vielleicht auch daran liegt, dass Unternehmen wie E-Trade Depots mit Videospots bewerben, deren Ästhetik sich in „Gier ist geil“-Aussagen erschöpft (wer will, kann das bei Youtube bewundern).

Mark Hulbert vom Börsenbeobachter „Money Watch“ fasst diese Euphorie mit dem schönen Begriff ...

Donnerstag, 3. August 2017

Da rotiert doch was

Der DAX hat korrigiert. Der Dow Jones läuft und läuft. Auch weil plötzlich Branchen gefragt sind, die bisher nur Nebenrollen spielten – Energie etwa und Grundstoffe. Das ist ein Warnsignal.

Es ist mal wieder an der Zeit, eine Börsenweisheit anzubringen. Etwa die hier: „No one rings a bell at the top“, heißt es so schön an der Wall Street. Frei übersetzt: „Zum Ausstieg wird nicht geläutet.“ Demnach wäre es also so, dass nicht eindeutig feststellbar ist, wann die Börse den Zenit erreicht hat und eine signifikante Korrektur beginnt.

Das mag so sein, allerdings lehrt die Erfahrung, es gibt doch Hinweise dafür, dass — um im Bild zu bleiben — gerade jemand dabei ist, die Treppen des Glockenturms zu erklimmen. Hinweise wohlgemerkt. Was ist schon hundertprozentig sicher an der Börse?

Zu diesen Hinweisen, die in der Vergangenheit immer ganz gut funktioniert haben, gehört das Phänomen der Branchenrotation. Es ist eigentlich ganz einfach: Jede Phase eines Börsenaufschwungs hat so seine Favoriten, also Aktien, die tendenziell besser laufen als der Rest. Gegen Ende eines Börsenaufschwungs sind es meist Sektoren, die den Ruf genießen, vor Inflation zu schützen. Als da wären Energie, Metalle, Minen und Unternehmen aus der Grundstoffindustrie. Viele davon finden sich im Dow Jones. Erklärt wird die Rotation damit, dass zum Ende einer Rally meist die Zinsen steigen und damit einhergehend eben auch die Inflationserwartungen.

Aktuell ist es so, dass die besagten Spätphasensektoren zumindest teilweise die Führungsrolle übernehmen. Das Beispiel USA zeigt das recht anschaulich. Der Bereich Metals and Mining legt seit Mitte Juni stärker zu als der marktbreite S & P-Index. Das sind Aktien wie AK Steel oder auch Alcoa. Dazu passt, dass an den Rohstoffbörsen auch die Industriemetalle im Preis zulegen. Insgesamt hat der Sektor seine Bodenbildung fast abgeschlossen.

Nicht ganz so weit sind Energie-Aktien, etwa Exxon, Chevron oder Schlumberger, um ein paar Beispiele zu nennen. Die laufen zwar seit Anfang Juli auch besser als der Gesamtmarkt. Weil sie allerdings in den Monaten davor relativ gesehen ordentlich Federn lassen mussten, kann man noch nicht wirklich von einer Trendwende sprechen. Ähnliches gilt für die Entwicklung des Ölpreises. Und um es abzuschließen, ist beim Gold ...

Mittwoch, 26. Juli 2017

Synchronschwimmen mit dem IWF

Dem Internationalen Währungsfonds gelingt das Kunststück, die US-Prognose zu reduzieren und gleichzeitig über einen nie da gewesenen globalen Aufschwung zu jubilieren. Wie das zusammenpasst.

Eigentlich läuft es ja, oder nicht? Die Konjunktur zieht weltweit an. So vermeldete es gerade eben der Internationale Währungsfonds (IWF). Jedoch mit einer — nicht ganz unwichtigen — Einschränkung: Für zwei große Player trübt sich die Prognose nämlich ein. Für Großbritannien und die USA schraubt der IWF seine Erwartungen zurück.

Das ist jetzt nicht ganz banal, geht es hier doch im letzteren Fall um die bedeutendste Wirtschaftsmacht des Globus, und im ersten Fall — na ja — immerhin um einen der G 7-Staaten. Doch zunächst zu den USA: Die Entwicklung von Staatsausgaben und Steuereinnahmen in den Vereinigten Staaten sei derzeit „unsicher“, so der IWF. Die von Präsident Donald Trump angekündigten Steuerreformen und höhere Investitionen in die Infrastruktur sind immer noch in der Schwebe. Nichts Genaues weiß man nicht. Das sorgt für eine gewisse Ernüchterung. Für 2017 und 2018 erwartet der IWF nun ein US-Wirtschaftswachstum von jeweils „nur noch“ 2,1 Prozent. Im April war man noch von 2,3 respektive 2,5 Prozent ausgegangen. Das ist schon ein Unterschied.

Das vielleicht Erstaunlichste daran: Die New Yorker Börse lässt die Einschätzung des IWF bislang kalt. Der Dow Jones ist — wenn auch etwas wacklig — weiter in einem Aufwärtstrend, und der Nasdaq Composite schaffte im Wochenverlauf sogar ein neues Rekordhoch.

Dass sich die Börse so wacker hält, liegt vermutlich an der insgesamt recht gut verlaufenden Berichtssaison. Bisher die haben Unternehmen die Erwartungen nämlich übertroffen. Und zwar deutlich: Zu 68 Prozent wurden die Gewinnerwartungen geschlagen, die Umsatzerwartungen zu 75 Prozent und beides zugleich zu 53 Prozent. Das ist die beste Quote seit ...

Mittwoch, 19. Juli 2017

Immer feste druff

Die neuen Kursrekorde an der Wall Street sind für manche ein Grund zur Sorge. Dabei kann von einer Blase nicht die Rede sein. Der Aufschwung kommt tatsächlich solide daher – jedoch nicht überall.

Wo ist sie denn jetzt, die Blase, von der schon wieder so viele sprechen? Die „Bubble“? Das Kartenhaus, das ganz arg bald einstürzen wird? Ernsthaft: Reichen die stark gestiegenen Kurse wirklich aus, um vor einer Blase zu warnen? Klares Nein. Es bedarf doch einiger Indizien mehr, um von einer kolossalen Übertreibung sprechen zu können.

Wie wäre es mit den folgenden vier Punkten. Indiz 1: Jeder, auch diejenigen, die keine Ahnung davon haben, spricht über Aktien oder Immobilien — oder was auch immer die aufgeblasene Investment-Kategorie sein soll. Und jeder spricht darüber, wie man (schnell) reich wird. Indiz 2: Manche kündigen ihre Jobs, um Daytrader zu werden oder Immobilienmakler — wobei das vielleicht ein eher amerikanisches denn ein deutsches Phänomen ist. Indiz 3: Wenn Warnungen vor einem Rückschlag nicht nur in den Wind geschlagen, sondern vehement und meist unhöflichst ins Reich des Absurden verwiesen werden. Und Indiz 4: Wenn plötzlich so richtig extreme Prognosen die Runde machen — wie etwa die 10 000-Dollar-Gold-Prognose vor einigen Jahren.

Tja, sind wir wirklich schon wieder so weit? Lässt sich das eine oder andere Indiz finden? An der Börse, im Bekanntenkreis? In den USA oder in Europa scheint dies nicht der Fall zu sein — mal abgesehen vom hierzulande tatsächlich heiß diskutierten Thema „Kauf ich mir jetzt noch eine Immobilie?“. Aber was DAX und Dow Jones angeht, ist von Stammtisch-Verrücktheiten- oder einer Milchmädchen-Hausse eigentlich nichts zu sehen.

Das bedeutet jetzt nicht, dass wir uns in absoluter Sicherheit wiegen sollten. Denn die nächste Rezession wird kommen — wann auch immer. Und das wird natürlich auch an der Börse nicht spurlos vorübergehen. Aber die dann fällige Korrektur sollte ...

Donnerstag, 13. Juli 2017

Sieben auf einen Streich

Auch wenn zuletzt immer wieder mal vor einer kommenden Rezession gewarnt wird, zeigt sich am Kapitalmarkt und in der Wirtschaft ein anderes Bild. Panikmache wäre übertrieben – Stand jetzt.

Das „Wall Street Journal“ hatte vor einigen Tagen einen längeren Artikel zum Thema Rezession im Blatt. Beim Lesen der Zeilen konnte einem angst und bange werden, da dort ein böses Ende unausweichlich schien. Die Entwicklungen am US-Arbeitsmarkt waren ein Argument (steigender Lohndruck), ebenso der Aktienmarkt selbst (zu schnell gestiegen, zu teuer). Klar ist, dass eine Rezession tatsächlich schlecht wäre für die Börsenentwicklung, ging doch in der Vergangenheit ein massiver wirtschaftlicher Abschwung immer Hand in Hand mit fallenden Kursen. Fraglich ist aber, ob die US-Zeitung zu Recht ein so düsteres Szenario zeichnet.

Letztlich muss man viele Indikatoren im Blick behalten, um eine solche Aussage zu wagen. Und auch dann ist man vor einem kolossalen Irrtum alles andere als gefeit — wer besitzt schon eine Glaskugel, um die Zukunft vorherzusagen?

Dennoch ist es hilfreich, insgesamt sieben Indikatoren regelmäßig auf Warnsignale hin zu überprüfen: Am Kapitalmarkt sind dies die Renditen der Unternehmensanleihen, die Zinsstruktur insgesamt und die Entwicklung der Geldmenge. Was die Konjunktur angeht, sollte man als Anleger die Bautätigkeit im Blick behalten, dazu die privaten Immobilieninvestments und den Einzelhandelsumsatz. Und last not least sind die Unternehmensgewinne von großer Bedeutung.

Wer diese Checkliste derzeit durchgeht, erhält ein gemischtes Ergebnis — was ja eigentlich auch nicht anders zu erwarten war, angesichts des nun doch schon lang anhaltenden Aufschwungs. Positiv fällt ...