Mittwoch, 25. April 2012

Furcht vor Hyperinflation – Blümels O-Töne

Die tägliche Presseschau heute mit: Patrick Sayer, der eine der größten Beteiligungsgesellschaften Europas führt (Eurazeo) und ein prima Interview mit dem Manager-Magazin gemacht hat. Und mit Degussa-Chefökonom Thorsten Polleit. Der bleibt sich treu (stur?) und befürchtet das Ende des Papiergeldes.

1) "Wie geht es weiter in Frankreich? Eurazeo-Chef Patrick Sayer über das Vorbild Deutschland, Frankreichs Wahlkampf und den lähmenden Dauerkonflikt von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in seinem Land" (Interview bei manager-magazin.de)

2)  "EZB-Politik kann in Hyperinflation enden Thorsten Polleit warnt die Zentralbank vor dem Versuch, Staatsschulden wegzuinflationieren und prophezeit das Ende des Papiergeldes" (Interview bei wiwo.de

... Das Wichtigste ist, nicht in festverzinsliche Schuldverschreibungen zu investieren und bei Aktien auf Unternehmen zu setzen, die steigende Kosten in die Preise überwälzen können. Sachwerte wie Immobilien sollten durch Kassehaltung in physischem Gold und Silber, den ultimativen Zahlungsmitteln, ergänzt werden ...

Kommentare:

  1. Und noch eine rabenschwarze Kassandra-Botschaft für die Euro-Zone:

    http://blog.wiwo.de/chefsache/2012/04/21/reise-zum-club-med/

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  2. Und ein Interview beim Handelsblatt:

    „Über eine Dekade hinweg sollte alles gut werden“

    Die Euroskeptiker sind auf dem Vormarsch und auch der Sparwille lässt in vielen Ländern nach. Droht jetzt eine neue Eskalation der Eurokrise? Fondsmanager Michael Mewes erklärt, welche Risiken bei Staatsanleihen drohen.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/interview-ueber-eine-dekade-hinweg-sollte-alles-gut-werden/6549666.html

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  3. Hallo Herr Blümel und Mitblogger,
    habe lang nix mehr gesagt, weil mir einfach nix zu allem einfiel. Apropos, ihr Tipp im September letzten Jahres voll rein in die Aktien war tatsächlich genau das richtige. War selbst mit dieser Meinung schon dacore aber nicht entschieden genug.
    Wie es jetzt weitergeht, dazu ein Hinweis vom Wellenreiter.
    Hierbei wird wiedermal auf die mystische Korrelation Rohstoffe rauf, Dollar runter und Euro rauf spekuliert und dabei eben auch voll kontrain. (http://www.wellenreiter-invest.de/WellenreiterWoche/Wellenreiter120423.htm)

    Schönen Gruß von Physiker

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  4. Nachdem Mario Draghi heute offiziell angekündigt hat, Staatsanleihen IN UNBEGRENZTEM UMFANG anzukaufen, ist dieses Thema nun noch aktueller als zuvor, denn mit dieser radikalsten aller Maßnahmen hat die EZB endgültig den Weg in die Hyperinflation freigelegt. Dass seitens der Geldpolitik keine Alternative zur Lösung der Eurokrise gesehen wird, als die Staatsschulden durch Geldentwertung zu bekämpfen, ist vielen wohl schon länger klar, doch jetzt ist es auch sozusagen amtlich!

    Die entscheidende Frage für die Leser solcher Nachrichten ist allerdings die:
    WIE KANN ICH DENN MEIN EINKOMMEN VOR DER KOMMENDEN INFLATION SCHÜTZEN? Bümel hat die richtige Antwort ja oben eigentlich schon auf den Punkt gebracht.

    Jetzt gibt sogar schon einen Edelmetallhändler, der einen "physischen Silbersparplan" anbietet. Der funktioniert so: Sie richten einfach nur einen monatlichen Dauerauftrag bei Ihrer Bank ein und bekommen dann jeden Monat ein Paket mit Silbermünzen und kleinen Silberbarren für Ihre Euros zugeschickt. Mit diesen können Sie dann sogar bei einer Hyperinflation noch Ihre Brötchen bezahlen!
    Schauen Sie dazu doch mal hier: www.Silber-Sparplan.eu

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  5. Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Ich habe mich jüngst mit demselben Thema beschäftig. Es stellte sich mir die Frage ob eine hohe Inflation (Hyperinflation) oder eine Deflation schlimmer ist. Betrachtet man die Inflation, so wird man schnell feststellen, dass ein gewisses Maß für die Wirtschaft gesund ist. Steigt diese jedoch über eine gewisse Höhe (Hyperinflation) so ist sie immens bedrohlich. In einer gesunden Wirtschaft wird es immer Konjunkturzyklen geben. Je nach Zyklus herrscht entweder eine Inflation oder Deflation vor. Erst der Eingriff seitens der Staaten / Zentralbanken mithilfe der Geldpolitik führt zum ausufern beider Seiten. Die Ursache für eine hohe Inflation (Hyperinflation) wird immer in der Geldpolitik gelegt. Eine normale und gesunde Deflationsphase (Wirtschaftsabschwung) wird in der Regel nicht zugelassen. Die Zentralbanken versuchen diese Phase mit der Geldpolitik zu umgehen. Die daraus resultierende expansive Geldpolitik stellt die Grundlage für eine Hyperinflation dar. Einer sehr hohen Inflationsphase geht somit meist eine Deflationsphase voraus, auch wenn diese durch die expansive Geldpolitik oftmals nicht zu sehen ist. Ob eine jetzt Deflationsphase oder eine hohe Inflationsphase schlimmer ist, kann meiner Meinung nicht eindeutig beantwortet werden. Bei einer Hyperinflation kann ein Neustart (in der Regel ein Währungsneustart) schneller vonstattengehen. Die Auswirkungen finden hierbei in einem sehr kurzen Zeitfenster statt. Das Endergebnis einer Deflation ist meist nichts anderes ... jedoch wird der Crash in der Regel nach hinten verschoben …

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