Dienstag, 3. Juli 2012

Finger weg vom Panik-Knopf

Um dem Gerücht entgegenzutreten, ich sei ein "Perma-Bear", der ausschließlich an "Bad News" interessiert sei, gibt es heute eine Grafik, die zeigt, dass wir (noch?) nicht den Panik-Knopf drücken müssen.

Dass gestern der ISM-Einkaufsmanagerindex zum ersten Mal seit drei Jahren unter 50 Punkte gefallen ist, hat für einiges Aufsehen gesorgt, signalisiert doch ein Index unter besagter Schwelle "contraction". Wörtlich übersetzt bedeutet das zwar "Abschwung", jedoch ist der Begriff nicht gleichzusetzen mit "schrumpfender Wirtschaftsleistung" oder gar mit "Rezession".

Gut zu sehen ist das in folgendem Chart. Seit 1948 notierte der ISM-Index 175 Mal zwischen 42,6 und 50 Punkten. Und in 130 Fällen davon, wuchs die US-Wirtschaft trotzdem – wenn auch langsamer. Erst unter besagter 42,6-Punkte-Marke kam es zu einer offiziellen Rezession.

Ergo: Der fallende ISM-Index mag ein Puzzle-Teil sein, das zur Vorsicht mahnt, mehr ist es aber (noch?) nicht ...

Zum Vergrößern bitte anklicken, Quelle: Bloomberg

Kommentare:

  1. Aber, aber, Herr Blümel, mitten im Großen DoubleDip kann man doch nur Super-PermaBär sein; alles andere wäre doch völlig verantwortungslos und unvernünftig!!!

    Außerdem: Haben Sie schon vergessen, daß auch der Philly-Fed-Index kollabiert ist???

    http://www.bluemelstaunt.com/2012/06/der-philly-fed-kollaps.html

    Da haben wir ja schon mindestens zwei Warnzeichen - und für irgendwelchen Optimismus hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung in USA (und Europa) gibt es überhaupt gar keinen Grund!!!

    AntwortenLöschen
  2. Also schon zwei Puzzle-Teile ;)
    Mindestens ...

    AntwortenLöschen