Mittwoch, 24. Oktober 2012

Es lebe die Mensch-Maschine

Ich habe gestern ferngesehen. Die Dokumentation "Welt ohne Menschen". Mit zunehmender Dauer des Streifens hat sich bei mir dabei ein mulmiges Gefühl eingeschlichen. Da waren Menschen zu sehen, die mit großem Ernst, Eifer und Vorfreude(!) von der in baldiger Zukunft anstehenden Mutation von Mensch und Maschine erzählten.

Die Logik ging in etwa so: Weil sich der Fortschritt exponential beschleunige, gäbe es gar keine Alternative, als den Menschen mittels Elektronik zu "optimieren" und so ebenfalls zu beschleunigen, auf dass er mit der exponential steigenden Datenflut zurecht komme.

Mulmig war mir da. Interessant dabei die Rolle einer "Singularity-Gesellschaft", deren Mitglieder mit einer gewissen Heilsbringer-Attitüde auftraten, dank protzigem Absolventen-Ring aber auch das Odeur einer elitären Geheimloge versprühten. Ob es wohl Zufall ist, dass das Lehrinstitut dieser elitären Gruppierung, die "Singularity-University", ihren Hauptsitz gleich neben der Zentrale des ernsthaft-eifrigen Google-Imperiums platzierte? Vor kurzem habe ich mich noch gegoogelt vor Lachen, heute ist mir – wie geschrieben – mulmig.

Weitere Sponsoren neben Google sind unter anderem Nokia, Autodesk und LinkedIn.

Seltsamerweise ist die Doku (derzeit?) nicht über die Arte-Mediathek abrufbar. Ein Schelm, der da ... Ha, aber bei Youtube hab ich es gefunden:

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