Freitag, 16. November 2012

Ursachen und ihre (erstaunlichen) Wirkungen

Etwas aus der Rubrik: Ursachen und ihre (erstaunlichen) Wirkungen:

Es ist noch nicht lange her, da verkündete die amerikanische Notenbank, in Gestalt ihres Präsidenten und Sprachrohrs Ben Bernanke, dass man die Zinsen bis mindestens 2015 extrem tief und die sonstigen geldpolitischen Maßnahmen – etwa Anleihenkäufe – extrem intensiv halten wolle.

Das war am 13. September. Die Ankündigung bekam daraufhin das Etikett QE3 (Quantitative Easing, Folge 3) und die Welt stellte sich auf einen fallenden US-Dollar ein, gilt doch eine derart laxe Geldpolitik laut Lehrbuch als "Währungsentwerter".

Aber denkste: der Dollar ist seither nicht billiger geworden, sondern teurer. Im Vergleich zum Dollar-Index, das ist ein ganzer Währungskorb unterschiedlichster Devisen (Euro, Yen, Pfund, Kan-Dollar, Schweden-Krone, Franken) wurde der Dollar seither um zwei Prozent teurer. Insgesamt stieg der Dollar im Vergleich zu 13 der 16 wichtigsten Weltwährungen.

US-Dollar-Index steigt; Zum Vergrößern bitte anklicken
Das ist erstaunlich, fiel doch der Dollar während der beiden ersten QE-Maßnahmen um sechs Prozent (QE1) respektive um neun Prozent (QE2).

Was lässt sich daraus ableiten? Offensichtlich scheint das Vertrauen in den Dollar wieder zu steigen, was vermutlich daran liegt, dass die Leute, die ihr Geld in Dollar anlegen, darauf zu bauen, dass Bernanke das Gelddrucken vielleicht doch früher einstellt als angekündigt? Immerhin scheint sich der US-Arbeitsmarkt langsam zu erholen, ebenso der Immobilienmarkt und auch das Vertrauen der Verbraucher in die Wirtschaftsentwicklung wird besser ...

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