Donnerstag, 6. Dezember 2012

Warum die Kurse trotzdem steigen

Bei handelsblatt.de bin ich auf ein Interview mit dem Fondsmanager Michael Keppler gestoßen. Man muss nicht alle seine Ansichten teilen, doch er bringt eines ganz gut auf den Punkt: Warum derzeit die Aktienkurse steigen – trotz Krise, Krise, Krise.

"Deutschland kann sich der Euro-Krise nicht entziehen, das ist richtig. Das heißt aber nicht, dass die Unternehmen nicht gut verdienen. Der Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Aktienkursen ist weit weniger ausgeprägt, als die meisten denken. Eine Analyse der vergangenen 120 Jahre zeigt, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen Aktienkursen und gesamtwirtschaftlichem Wachstum gibt."

Das komplette Interview (inklusive einiger Seitenhiebe auf das Geldanlage-Gebaren der Deutschen) gibt es hier.

Kommentare:

  1. ...er bringt nur auf den Punkt, dass es einen nicht ausgeprägten Zusammenhang zwischen Wachstum und Aktienkursen gibt, nicht warum die Aktienkurse derzeit steigen.

    Wenn es kein Wachstum gibt, machen auch die Unternehmen weniger Umsätze und Gewinne. Dann werden auch die Kurse fallen. Schauen Sie sich doch E.on an! Kaum werden die Prognosen gekappt, fällt der ohnehin schon schwache Kurs noch weiter in sich zusammen. So könnte auch die Zukunft des DAX aussehen....

    AntwortenLöschen
  2. Nun ja: Das Wachstum 2012 dürfte in Deutschland bei 0,9 bis einem Prozent liegen, 2013 nach Prognosen etwas höher. Trotzdem ist der Dax weit besser gelaufen, als man das im Vergleich zu diesem "moderaten" Wachstum hätte vermuten können. Right?
    Wenn wir jetzt nicht pingelig an Begrifflichkeiten rummäkeln wollen, dann passt das schon mit der Überschrift "Warum die Kurse trotzdem steigen"

    AntwortenLöschen