Freitag, 30. März 2012

Der Rap-Banker

Jim Yong Kim, Barack Obamas Wunschkandidat für die Weltbank mit ungeahnten Qualitäten ... als Teilnehmer an einem Talentwettbewerb seiner Universität Darmouth ...

Seine Botschaft: "I came up here to rock"

Wo der Transfer-Rubel rollt – Blümels O-Töne

Was sagen und schreiben unsere liebsten Querdenker? Heute mit neuen Interviews und Gastbeiträgen von Hans-Olaf Henkel, Simon Johnson (einst Chefökonom des Internationalen Währungsfonds), Währungsexperte Wilhelm Hankel und der griechischen Wirstchaftsministerin Anna Diamantopoulou.

1) "Wir bewegen uns in Richtung Inflationsunion – Hans-Olaf Henkel war einst ein glühender Verfechter der Gemeinschaftswährung. Heute ist seine Begeisterung für den Euro erkaltet. Im Interview sagt er weshalb" (Interview bei cash.ch)

2) "Der Lobbyismus der Geldhäuser hat die Währungsunion noch tiefer in die Krise geführt. Die Politik muss endlich aufhören, auf die Banker zu hören" (Gastbeitrag von Simon Johnson bei ftd.de)

3) "Der Euro wird zum Transfer-Rubel Wenn die Euro-Staaten ihre Rettungspolitik nicht ändern, droht ein Fiask" (Gastbeitrag von Wilhelm Hankel bei wiwo.de

4) "Wir müssen der Bürokratie den Krieg erklären – Seit Anfang März leitet die frühere EU-Kommissarin Anna Diamantopoulou das Wirtschaftsministerium in Athen. Es gibt nicht viele, die mit ihr tauschen wolle" (Interview bei faz.net)
 

Shit happens

Der Stand-Up-Comedian ist eine ur-amerikanische Erfindung. Daher ist es nur naheliegend, dass die Weiterentwicklung dieser Humoristen-Gattung ebenfalls aus den Staaten kommt. Die Krisenjahre haben dort jetzt den Stand-Up-Ökonomen hervorgebracht.

Yoram Baumann heißt der selbsternannte Stand-Up-Economist und er bringt die unzureichende Prognosefähigkeit der Ökonomie auf einen Punkt: Shit Happens.

Und Fäkalhumor hin oder her, das ist schon sehr lustig, wie er seine Mist-Erkenntnis mit den unterschiedlichen Ökonomie-Denkrichtungen abgleicht. Da werden die Unterschiede von Keynesianern und Neoklassikern erstaunlich deutlich!

 Shit may happen in the short run, but never in the long run. Well done, Yoram!

Donnerstag, 29. März 2012

Trend zum Positiven

Auf Unternehmensebene scheinen die Dinge gar nicht so schlecht zu stehen. Die Citigroup hat vor einigen Tagen einen Index veröffentlicht, der die durchschnittliche Änderung der Gewinnschätzungen der Aktien-Analysten unter die Lupe nimmt.

Tendenz: Wenn die Gewinnschätzungen revidiert werden, dann mehr und mehr zum Positiven.   

Quelle: Bloomberg. Zum Vergrößern, bitte anklicken
Der Chart zeigt den gleitenden Durchschnitt des Citigroup-Index (four-week moving average) im Vergleich zum Weltaktienindex MSCI All-Country World, der nicht nur Unternehmen aus den Industriestaaten enthält, sondern auch Schwellenländer-Aktien.

Zu sehen ist, dass der Citigroup-Index über die Null-Linie gestiegen ist, das elfte Mal seit dem Jahr 2000. "This kind of reversal has usually been a good signal for stock market gains", heißt es im Kommentar der Bank.