Montag, 30. April 2012

Neues von Hugh Hendry

Wir haben lange nichts von ihm gehört, jetzt ist er wieder da: Hugh Hendry, Hedgefondsmanager und ein echter Contrarian, der gerne querschießt und aneckt.  Manchmal auch des Guten zu viel.

Warum wir so lange nichts mehr von ihm gehört haben? Darum: "I have not written to you at any great length since the winter of 2010. This is largely because not much has happened to change our views."

Seine Eckpunkte:
  • We are, as a result, long the debt-saddled west
  • And short the vastly over vaunted and over owned BRICs. 
  • We are more bullish on US growth than most. The momentous nature of recent advances in shale oil and gas extraction and America's acceptance of the unpleasantness of debt and labour price restructuring looks to us as if it is creating yet another historic turning point. 
  • We are also more pessimistic on Chinese growth than ever. 
  • This makes us bearish on most Asian stocks
  • And bearish on industrial commodity prices
  • And deeply concerned that Japan could become the focal point of the next global leg down. 
Und schließlich – und das ist interessant
  • On the plus side we also believe that we are much closer than before to the beginning of a bull market of perhaps 1982, if not 1932, proportions. We just need the last shoe to drop ...
Grafisch sieht sein Weltbild so aus: der sino-amerikanische Wachstumsbeschleunigungszyklus ...

Zum Vergrößern bitte anklichen, Quelle: Eclectica AM

Und wer will, kann sich seinen Letter in voller Länge hier ansehen ...

Freitag, 27. April 2012

Gold vor dem Fall?

Steigt wie angenommen der Dollar (und fällt der Euro), dann fällt auch Gold ...
Dazu eine kurze Videobotschaft. 

Mit allen Mitteln aus der Rohstoffklemme

Das ist mein TV-Tipp für heute Abend. "Mit allen Mitteln aus der Rohstoffklemme", eine Reportage des Bayerischen Rundfunk.

BR alpha, 19:00 bis 19:30 Uhr (weil wir zu der Zeit aber vermutlich irgendwo draussen sitzen und die laue Luft genießen, könnten wir uns die Sendung auch auf der BR-Homepage anschauen - in wirklich guter Qualität, ich habs gerade getestet)

Der Euro vor dem Fall

Man wundert sich ja schon, dass sich der Euro angesichts der anhaltenden Schwierigkeiten in den Südstaaten (gerade eben wurde Spaniens Kreditwürdigkeit abgestuft, In Frankreich könnte es zu einem Regierungswechsel kommen, ebenso in Griechenland) so gut hält.

Die Deutsche Bank meint, dass das nicht mehr lange gut geht und erwartet einen Rutsch von derzeit ungefähr 1,31 auf 1,25 Dollar.

Sie begründet das mit der Volatilität am Markt. Der Chart zeigt, dass die Schwankungsintensität bei kurzlaufenden, einmonatigen Optionen auf das Euro-/Dollar-Währungspaar weit geringer ist als als bei den einjährigen Optionen.

Zum Vergrößern bitte anklicken, Quelle: Bloomberg

In der Vergangenheit war dies immer ein Signal für eine darauf folgende starke Kursveränderung. Ein "Breakout". Das Problem daran: Der Indikator verrät nichts über die Richtung des Breakout! Rauf oder runter? Tja ...

Die Deutschbanker gehen davon aus, dass der Euro fällt. Und warum? Ich habs oben geschrieben: ... gerade eben wurde Spaniens Kreditwürdigkeit abgestuft, In Frankreich könnte es zu einem Regierungswechsel kommen, ebenso in Griechenland ...

Robert Halver von der Baader Bank ist dennoch nicht bange ...

Donnerstag, 26. April 2012

Sluggish but widespread

Interessanter Chart der Philly-Fed (Notenbank von Philadelphia).

Zum Vergrößern bitte anklicken, Quelle: calculatedriskblog.com

Basis des Charts sind Arbeitsmarktdaten aus allen 50 Bundesstaaten. Verbessert sich die Lage in einem Staat signifikant, gibt es einen "Punkt". Und so wie der Chart aussieht, verbessert sich die Situation offensichtlich fast im gesamten Land.

Und wir kennen die Gleichung: Stimmt es am Arbeitsmarkt, geht es mit der Konjunktur bergauf und schließlich auch an der Börse.

Dazu passt die zweite Grafik, die zeigt, dass die Dinge sich auch über einen längeren Zeitraum verbessert haben (Dreimonatsdurchschnitt). Träge zwar, dafür aber "from coast to coast". Vor nicht allzu langer Zeit war diese Grafik noch tiefrot.

Zum Vergrößern bitte anklicken, Quelle: calculatedriskblog.com

Entwicklungsland USA – Blümels O-Töne

1) "Mark Mobius gilt als Schwellenländerguru und ist einer der erfahrensten Investoren der Emerging Markets. Im Gespräch mit "manager magazinonline" erklärt er, mit welchen Problemen die aufstrebenden Länder derzeit kämpfen – und was Europa von deren Krisenmanagement lernen kann"

Mobius: Die Emerging Markets werden ein viel höheres Gewicht in den Portfolios haben. Erst die allgemeinen Emerging Markets wie China oder Indien, dann die Frontier Markets wie zum Beispiel Nigeria, Vietnam und Bangladesh. Und dann reden wir über die USA und den Euro-Raum als Entwicklungsländer.
mm: Wie bitte?
Mobius: Nur ein Scherz.
 2) "Wir kaufen Bankaktien Norm Boersma, Fondsmanager bei Templeton, spricht über den besonderen Charme abgestürzter Aktien und seine Vorliebe für Europa" (Interview bei faz.net)


TV-Tipp des Tages

Einschalten oder Ausschalten? Sie kennen meine Meinung zur Illner'schen Plauderrunde ... Aber mit ein wenig Demut vielleicht doch? Immerhin kommt Mr. Dax ... aehem ..

ZDF, Donnerstag, 26. April, 22:15 - 23:15 Uhr: 
Maybritt Illner – Rückkehr der Euro-Krise. Aus für Merkels Spardiktat?

Mittwoch, 25. April 2012

Furcht vor Hyperinflation – Blümels O-Töne

Die tägliche Presseschau heute mit: Patrick Sayer, der eine der größten Beteiligungsgesellschaften Europas führt (Eurazeo) und ein prima Interview mit dem Manager-Magazin gemacht hat. Und mit Degussa-Chefökonom Thorsten Polleit. Der bleibt sich treu (stur?) und befürchtet das Ende des Papiergeldes.

1) "Wie geht es weiter in Frankreich? Eurazeo-Chef Patrick Sayer über das Vorbild Deutschland, Frankreichs Wahlkampf und den lähmenden Dauerkonflikt von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in seinem Land" (Interview bei manager-magazin.de)

2)  "EZB-Politik kann in Hyperinflation enden Thorsten Polleit warnt die Zentralbank vor dem Versuch, Staatsschulden wegzuinflationieren und prophezeit das Ende des Papiergeldes" (Interview bei wiwo.de

... Das Wichtigste ist, nicht in festverzinsliche Schuldverschreibungen zu investieren und bei Aktien auf Unternehmen zu setzen, die steigende Kosten in die Preise überwälzen können. Sachwerte wie Immobilien sollten durch Kassehaltung in physischem Gold und Silber, den ultimativen Zahlungsmitteln, ergänzt werden ...

Synchronizität, Teil 2

Ein weiterer Bloomberg-Fitzel, der durchaus zu meinem mulmigen Gefühl beiträgt (und zum mulmigen Gefühl des geschätzen Herrn Rogers ebenfalls).

Die Gewinne der Unternehmen sind gut, die Börsenentwicklung schlecht, klammert man den heutigen Anstieg mal aus ...

Zum Vergrößern bitte anklicken, Quelle: Bloomberg

Synchronizität

Während wir seelig schlummerten, waren dies die meistgelesenen Artikel beim Nachrichtendienst "Bloomberg". Schauen Sie mal hin: Ein seltsames Doppelereignis da auf Rang 1 und 2 ...

Apple vedient 94 Prozent mehr, während die Gewinne von Credit Suisse 96 Prozent schlechter ausfallen. Der Psychologe Carl Gustav Jung hätte vermutlich seine Freude daran. Und wir? Wir denken uns unseren Teil, während uns ein mulmiges Gefühl beschleicht ...

Zum Vergrößern bitte anklicken, Quelle: Bloomberg

Dienstag, 24. April 2012

"You Better Be Worried"

Rohstoff-Guru Jim Rogers hatte gestern einen TV-Auftritt bei "Fox Business News". Tenor: Harten Zeiten stehen an.

"Now I've been investing for a long time and I have noticed when good news comes out and stocks go down, something's wrong. So you better be worried. I don't know what's wrong. But I know we've had a great first quarter. One of the best first quarters in history. And now good news is coming out and stocks are going down."

Das Video dauert etwa 6 Minuten ...


Und hier ist noch einer, der skeptisch ist: Yale-Professor Robert Shiller ...

Montag, 23. April 2012

Only solution: debt-cancellation – Blümels O-Töne

Kleine, feine Ausbeute heute. Mohamed El-Erian, der Chef der Fondsgesellschaft Pimco, äußert sich zur Eurokrise und Robert Skidelsky, Mitglied des britischen Oberhauses und Professor emeritus für politische Ökonomie an der Warwick University, kommt mit der Idee Schuldenerlass. Provokativ.

1) Provokatives Interview: "Am Ende gibt es zwei Optionen für die EU: Eine besteht darin, das Modell der deutschen Wiedervereinigung zu übernehmen, was bedeutet, dass der Norden für den Süden bezahlt, Oder man baut eine kleinere Euro-Zone mit Ländern, die sich ähnlicher sind" (Mohamed El-Erian bei zeit.de)

2) Provokativer Gastbeitrag: "Die wirtschaftliche Erholung nach der Krise verläuft schleppender als zunächst angenommen. Der Weltwirtschaft droht ein jahreslanges Tief. Der einzige Ausweg: ein umfangreicher Schuldenerlass. Er würde Kreditgebern und Schuldnern nützen" (Kommentar von Robert Skidelsky bei ftd.de) Erinnert an Steve Keen ...

Big Trouble in Big China? Teil 2

Schlechte Stimmung an der Börse. Weil schlechte Stimmung in China.

(Wir hatten das doch neulich schon einmal, als der Ökonomie-Professsor Patrick Chovanec vor deutlich schwächerem China-Wachstum gewarnt hat – und vor den (bösen) Folgen für Weltwirtschaft und Börse)

Heute reichte ein einziger Konjunktur-Indikator, um die Märkte (weltweit!) nach unten zu ziehen. Der von der Großbank HSBC berechnete vorläufige China-Einkaufsmanagerindex fiel zwar etwas stärker aus als erwartet, bleibt aber den sechsten Monat in Folge unter der 50-Punkte-Marke. Und das wird als Abschwungssignal gedeutet. 

Zum Vergrößern bitte anklicken, Quelle: zerohedge.com

Moment mal, mag man da jetzt zu Recht einwenden. So schlimm sieht das doch gar nicht aus auf dem Chart. Warum sollen deswegen die Märkte stürzen? Meine Vermutung ist ja ...

Einschalten oder Ausschalten – Der TV-Tipp

Vor etwa einem Jahr wollte ich den Stromanbieter wechseln. Weg von den Stadtwerken und hin zu einem Ökostrom-Anbieter. Noch ist nichts aus dem Vorhaben geworden. Warum auch immer. Vielleicht auch, weil es nicht ganz so leicht war und ist, die "echten" Öko-Anbieter von den Pseudos zu unterscheiden ...

Schon allein deswegen werde ich heute Abend mal das Bayerische Fernsehen anschalten. Da ist nämlich folgendes zu sehen ...

Freitag, 20. April 2012

Die Geschichte reimt sich

Gutes Research der Sarasin-Leute. Tenor: Obwohl die Ähnlichkeiten mit 2010 und 2011 groß sind, sollten sich die Märkte auch in der zweiten Jahreshälfte halten.

(Bild anklicken, dann lässt sich der Report bequem lesen)

Quelle: sarasin.ch

"Wir liegen so was von falsch"

Sorry, es hat ein wenig gedauert. Jetzt aber wie angekündigt: ein Porträt des australischen Ökonomen Steve Keen.

Keen ist Wirtschaftsprofessor an der University of Western Sydney. Er sieht sich selbst als "Post-Keynesianer" (im Bild trägt er ein T-Shirt mit dem Keynes-Spruch "Die Schwierigkeit liegt nicht in neuen Ideen, sondern darin, die alten zu überwinden"). Keen kritisiert die neoklassische Ökonomie als inkonsistent. Er beruft sich vor allem auf Hyman Minsky, Piero Sraffa und Joseph Alois Schumpeter. Sehr lesenswert ist sein Weblog debtdeflation.com.

Man kennt ihn vor allem wegen dieser einen Episode: Australien befinde sich in einer Immobilienblase, warnte Steve Keen, Professor der Universität von Western Sydney, auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise Ende 2008 und prognostizierte einen Preisverfall von 40 Prozent. Der Analyst Rory Robertson wettete dagegen und gewann – die Preise fielen nicht, sie stiegen.

Der Verlierer musste daraufhin Australiens höchsten Berg erklimmen, den 2200 Meter hohen Mount Kosciuszko – vom 225 Kilometer entfernten Canberra aus. Keen löste die Schuld im April 2010 ein, bezwang den Berg nach acht Tagen Fußmarsch und trug dabei ein Shirt mit der Aufschrift: "Ich lag hoffnungslos daneben mit den Hauspreisen. Fragt mich, warum."

Donnerstag, 19. April 2012

Lieber Anleihen statt Aktien

... Ich glaube daran, dass ein Waldbrand gut ist für den Wald. Verhindert man Rezessionen um jeden Preis, wird das System geschwächt, und neue Probleme entstehen. Wir haben mehrere kleine Rezessionen verpasst und zahlen nun den Preis dafür ... 
Die sogenannten Untergangspropheten Albert Edwards und Dylan Grice in einem lesenswerten Interview bei tagesanzeiger.ch

Ihr Fazit für Anleger: Im Moment lieber Anleihen statt Aktien

Donnerstag, 12. April 2012

Neustart Börsenspiel

Liebe Leser! Auf ein Neues? Ich möchte zum 1. Mai das Börsenspiel wieder starten. Ich hoffe, es ist Interesse da. Ich bitte um Rückmeldung – vor allem von den bisherigen Teilnehmern Padkey, Grafiker, Komodo, City Life, Thairat, Großwildjäger, Oldstock und Ludi.

Mittwoch, 11. April 2012

Who needs economists?

So sieht gerade mein Bildschirm aus – zum Vergrößern bitte anklicken

Ich arbeite gerade mit einem gewissen Druck an einem Porträt des Ökonomen Steve Keen, der a) die gängigen Lehren seiner Zunft anzweifelt und b) die Nachhaltigkeit der derzeitigen Wirtschaftsentwicklung. Coming soon – in der neuen €uro am Sonntag und natürlich auch hier im Blog. Ich bitte um etwas Geduld!

Wer mag, findet reichlich anregenden Stoff auf seiner Website ...

Dienstag, 10. April 2012

Portugal fällt auf jeden Fall – Blümels O-Töne

Quergelesen: Interviews mit Chefökonom Jan Poser, Fondsmanager Henning Gebhardt und dem Ratingagentur-Chef Sean Egan.

1) "Die amerikanische Ratingagentur Egan-Jones steht im Schatten der großen Konkurrenten. Agentur-Chef Sean Egan über die nächsten Pleiten, eine zweite Umschuldung für Athen und den Wettstreit mit Moody’s & Co" (Interview bei faz.net)

2) "Spanien wird keinen Rettungsschirm brauchen – Jan Amrit Poser, Chefökonom der Bank Sarasin, im Interview über die Sparpolitik der neuen Regierung, Reformen und die EU-Hilfen" (Interview bei handelszeitung.ch)

3) "Europas Wirtschaftsaussichten sind verhalten. Aktien mit Fokus auf dem EU-­Binnenmarkt seien daher zu meiden, rät Henning Gebhardt. Stattdessen empfiehlt der Fonds­manager von DWS Investments in export­orientierte europäische Titel" (Interview bei handelszeitung.ch)

Einschalten oder Ausschalten – Der TV-Tipp

Philantrophie or not to be. Spannende Sendung bei Arte heute Abend (20:15 Uhr): Die Spendenfreudigkeit der Superreichen vom Schlage eines Bill Gates oder Warren Buffett.

Oder anders formuliert: Was läuft in unserem Unternehmens-, Steuer- und Umverteilungssystem eigentlich schief, dass es überhaupt zu solchen Spendenexzessen kommen kann?!

Sollte nicht gelten: Faire Löhne, fairer Handel, nachhaltiges Wirtschaften macht Gönnertum und die damit verbundenen Abhängigkeiten überflüssig?

Montag, 9. April 2012

Big Trouble in Big China?

Patrick Chovanec, Ökonomie-Professor an der Pekinger Tsinghua-Universität war am Wochenende bei Bloomberg-TV zu sehen.

Der gute Mann ist besorgt. Die offiziellen Daten zum chinesischen Wachstum und zur Entwicklung der Inflation passen nicht zu seinen Beobachtungen.

Bottom-Line: Das Wachstum ist deutlich schwächer und die Inflation deutlich höher als angenommen.

Aber sehen Sie selbst: hier geht es zum Video-Interview (etwa vier Minuten) ...

Donnerstag, 5. April 2012

Falsche Angst vor Inflation

Zurück aus London. Zurück in der Produktion. Und die hat es in sich. Wegen der Karwoche muss die aktuelle "€uro am Sonntag" schon einen Tag früher druckfertig sein –  also bis heute Abend.

Alles andere muss daher warten: Steve Keen, O-Töne, Aha-Erlebnisse.

Links sieht man übrigens einen ersten Entwurf für die Osterausgabe der "€uro am Sonntag" ... Macht neugierig, oder?

Mittwoch, 4. April 2012

Kunstgeld - Geldkunst

© Martin Blümel
Ich bin gerade in London, um den australischen Ökonomen Steve Keen zu treffen, der nicht müde wird, seiner Zunft Kurzsichtigkeit und Ignoranz vorzuwerfen.

Doch dazu später mehr.

Geld ist indes auch Thema der Londoner Straßenkünstler. In der Fournier Street in Spitalfields hat ein Künstler seine Collagen, in denen immer wieder Dollar-Noten auftauchen einfach an seine Haustür genagelt ...

© Martin Blümel

Gut, wer weiß schon, wie der Kunstmarkt wirklich funktioniert, aber vielleicht gilt für die Dollar-Collagen irgendwann, jener Spruch, der einen Block weiter an die Wand gesprüht wurde ...

© Martin Blümel

Montag, 2. April 2012

Fette Jahre – Blümels O-Töne

Ein Blick in die Medienrunde: Heute mit Bert Rürup und Kurt Biedenkopf im Streitgespräch sowie mit einem Kommentar von Hans-Olaf Henkel.

1) Das ist ganz amüsant: Bert Rürup (der Optimist) und Kurz Biedenkopf (der Pessimist) streiten sich über die Zukunftsaussichten Deutschlands (Diskussion bei handelsblatt.com)

2) Henkel, gewohnt süffisant: "Was James Bond für den Geheimdienst war, soll der Deutschland-Bond für die Nehmerländer werden Die ultimative Geheimwaffe. Die Nachteile der Einsparungen werden allerdings unter den Teppich gekehr" (Gastbeitrag bei handelsblatt.com)

Was Europa zusammenhält

Lästerliche Gedanken von Nobelpreisträger Robert Shiller: Haben wir die Krise überbewertet?

Das ist ein langer Gastbeitrag des Nobelpreisträgers. Doch er ist gut, ordnet die EU historisch ein und regt zum Nachdenken an ...

Gold bleibt zurück

Was auffällt: Die Wertentwicklung von Gold und Aktien läuft seit Jahresbeginn auseinander. Das hatten wir lange nicht. Laut Bloomberg-Berechnungen hat sich der S&P-500 in diesem Jahr bisher fünf Prozentpunkte besser entwickelt als der Goldpreis – eine größere "Lücke" gab es zuletzt Ende der 90er-Jahre.

Quelle: Bloomberg. Zum Vergrößern, bitte anklicken
Da frage ich mich, ob Gold (als defensives Investment) deswegen zurückbleibt, weil der Risikoappetit dank besserer Konjunkturdaten zunimmt? Oder warten die Investoren lediglich auf weitere Liquiditätsspritzen der Notenbanken, um darauf wieder in Gold zu investieren ...?