Montag, 7. Januar 2013

Börse am Abgrund?

Mittagszeit, Lesezeit. Drei interessante Interviews/Essays habe ich bei der Konkurrenz gefunden:

Gefühlt ist Abby Cohen schon ein halbes Jahrhundert Analystin bei Goldman Sachs. Und gefühlt ist sie auch seit einem halben Jahrhundert optimistisch für den Aktienmarkt. So auch jetzt in einem aktuellen Interview bei wiwo.de. Aktien sollen steigen weil: Kleinanleger mutiger werden, es zunehmend Fusions- und Übernahmeaktivitäten gebe, und die großen Investoren weiter von Anleihen in Aktien umschichten.

Bei faz.net wiederum gibt es Interview mit dem einstigen BASF-Chef Jürgen Hambrecht, der jetzt als "Boni-Beauftragter" bei der Deutschen Bank tätig ist. Auch er äußert sich zum Markt und ist ebenfalls optimistisch. O-Ton: "In die Chemie kann man immer investieren. Insgesamt wird 2013 vermutlich kein Superjahr, aber auch kein schlechtes. In China wird die Wirtschaft sogar etwas stabiler wachsen, wenn im März der Führungswechsel vollzogen wird. Weltweit werden wir Wachstum sehen. Und das ist positiv für uns alle."

Einzig Nobelpreisträger Joseph Stiglitz ist skeptisch und sieht in einem Essay bei handelszeitung.ch Politik, Wirtschaft und Börse am Abgrund wandeln ... Aber das sagt er auch schon seit einem halben Jahrhundert (tut er nicht, aber so wird die Geschichte hier rund).

Kommentare:

  1. ...schon vergessen:

    "SÜNDENBÖCKE: 25 SCHULDIGE AN DER FINANZKRISE

    (...)
    ...dann Wall Street-Größen wie Abi Cohen, US-Chefstrategin bei Goldman Sachs, die als Berufsoptimistin gerne Gewinnschätzungen nach oben revidierte, (...)"

    http://www.fondsprofessionell.de/news/aktuelle-news/nid/suendenboecke-25-schuldige-an-der-finanzkrise/nsuchbegriff/House/nsort/1/nsortiermethode/desc/nsuche/1/gid/391482/


    ...dann doch lieber reinen Wein, z.B. solche Nachrichten:

    "JIM ROGERS ERWARTET GRAVIERENDE REZESSION IN DEN USA"

    http://www.fondsprofessionell.de/news/marktanalysen/nid/jim-rogers-quotkuenftige-turbulenzen-sollten-alle-buerger-beunruhigenquot/gid/1007368/ref/1/

    ;-)

    AntwortenLöschen
  2. Nene, ich habe nicht vergessen, dass Cohen permanent optimistisch ist :)
    Danke für den Rogers-Link ...

    AntwortenLöschen