Dienstag, 5. Februar 2013

Korrektur? Egal ...

Große Korrektur an den Märkten! Dow und Nasdaq mit deutlichem Minus, Dax und vor allem Euro-Stoxx mit noch heftigeren Verlusten. Sollte uns das nervös machen? Ich denke nein. Eine größere Korrektur war überfällig. Und langfristig gesehen, ist die Lage vielleicht sogar viel besser als die meisten vermuten.

Sehen Sie sich folgenden Chart an, den das Wall Street Journal vor kurzem veröffentlich hat:

Zum vergrößern bitte anklicken; Quelle: Wall Street Journal

Wir sehen die inflationsbereinigte Entwicklung des US-Aktienmarktes seit 1871. Es scheint dabei so, als ob sich Phasen steigender Kurse in schöner Regelmäßigkeit mit Phasen der Stagnation abwechseln, die von gewaltigem Auf und Ab geprägt sind.

Vor allem technische Analysten gehen davon aus, dass sich die Aktienmärkte seit der Jahrtausendwende in einer Korrekturphase befinden, in einem Secular bear market. Vorangegangen war eine 18jährige Hausse-Phase, ein Secular bull market.

Laut der Fondsgesellschaft Fidelity dauerte so eine Hausse-Phase im Schnitt 21 Jahre, brachte inflationsbereinigt 16 Prozent Plus pro Jahr und die Kurs-Gewinn-Verhältnisse verdoppelten sich von zehn auf 20. Der durchschnittliche Bärenmarkt dauerte 14,5 Jahre, brachte im Schnitt ein Minus von inflationsbereinigt minus 2 Prozent und das KGV halbierte sich wieder von 20 auf zehn.

Demnach stünden wir gerade vor dem Beginn des 14. Jahres des Bärenmarkts, der im März 2000 seinen Anfang nahm.

Ein recht technischer Ansatz zugegeben. Schaut man sich aber die Fundamentaldaten an, dann sind wir vielleicht tatsächlich dabei, aus diesem Seitwärtstrend auszubrechen. Die Bewertungen sind niedrig, die Stimmung ist nach wie vor trübselig, das Interesse an Aktien gering ...

Kommentare:

  1. Hallo Herr Blümel,
    für einen inflationsbereinigten Chart sieht der aber ziemlich ambitioniert aus. Ich habe da andere Charts im Kopf:
    http://www.markt-daten.de/charts/inflationsbereinigt/index.htm#tag1
    Schönen Gruß
    Physiker

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  2. Hallo Physiker ...
    well, das WSJ schreibt von "real", imho steht das für inflationsbereinigt.

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