Freitag, 26. Juli 2013

China braucht kein 7-Prozent-Wachstum

Dass Chinas Wirtschaftsmodell in Turbulenzen geraten ist, das ist ja nichts Neues. Grundsätzlich machen drei Probleme dem Land zu schaffen: der bisherige Wachstumsmix, der zu stark von Investitionen im eigenen Land abhängt; die damit einhergehende Kreditblase; und schließlich die ungünstige demographische Entwicklung – China wird alt. Eine Gemengelage, die an Japan Ende der 80er-Jahre erinnert.

Michael Pettis, Finanzprofessor an der Peking University und Interviewpartner im Mai, fasst die Problematik in einem Leitartikel bei den Kollegen von fuw.ch gut zusammen:
... Wenn es während der Amtszeit von Präsident Xi und Premierminister Li gelingt, dass die Haushaltseinkommen 6 bis 7% zunehmen und die Abhängigkeit der Wirtschaft von Krediten gemildert wird, ... (könnte) das BIP-Wachstum auf 3 bis 4% (sinken) ... Wird diese Transformation umsichtig gehandhabt ... wird der durchschnittliche chinesische Bürger die ... einhergehende massive Wirtschaftsverlangsamung kaum wahrnehmen, und eine Kreditkrise wird abgewendet. Meint China es mit dem Rebalancing wirklich ernst, kann und muss es mit einem massiv langsameren Wachstum auskommen ...

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