Donnerstag, 29. August 2013

Lasst uns an alle appellieren! Wir müssen kapitulieren ...

Am Dienstag beendeten 92 Prozent aller Aktien, die an der Börse New York gehandelt werden, den Handel mit einem Minus. So ein mieser Tag etwas kommt nicht allzu oft vor.

Vor besagtem Dienstag, gab es in diesem Jahr nur fünf Tage mit einem solchen Kursrutsch (90-percent-plus-day). Und jedes Mal war es damit noch nicht getan. Dem miesen Tag folgte meist ein weiterer oder noch ein dritter.

Kapitulation in drei Schritten, wenn man so will. Danach war's aber auch ausgestanden – zumindest auf die mittlere Sicht.

Quelle: Miller Tabak

Mittwoch, 28. August 2013

Nach der Korrektur ist vor der Korrektur?

Das war dann ja doch ein größeres Beben am Aktienmarkt gestern. Vermutlich kommt da noch mehr. DAX zurück auf 7900, 7700 oder gar 7500 ist da durchaus möglich ...

Montag, 26. August 2013

We're gonna party like it's 1987

Im neuesten Leser-Kommentar wird befürchtet, dass das Glas wohl bald leer sei. Zitat: "Denn wenn die US-Anleihezinsen weiter steigen, kommt es zum Crash am Aktienmarkt - so wie 1987!"

Marc Faber hat sich so ja auch geäußert. Und es gibt ja durchaus Parallelen zwischen damals und heute: Die Unternehmensgewinne sind gut aber nicht sehr gut und die "Breite" der Rally lässt nach. Ausserdem steigen die Anleihezinsen, wie eben 1987 auch.

Aber: Im Unterschied zu 1987 steigen die Zinsen von einem extrem niedrigen Niveau an. Flapsig formuliert von "fast nix" auf "ein bisschen was". 

1987 stieg die Rendite bei zehnjährigen US-Anleihen von sieben Prozent auf über zehn Prozent. Aktuell von 1,6 auf 2,7 Prozent. Der damalige Grund war, dass die Fed die Leitzinsen deutlich anheben musste, weil die Inflation stark zulegte und der Dollar wegen ausländischer Bond-Verkäufe abstürzte. Das ist aktuell nicht der Fall.

Der Vergleich hinkt also gewaltig. Aber für 'ne gute Headline taugt's allemal ...

Donnerstag, 22. August 2013

Alle Augen auf die Fed

Das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank wurde veröffentlicht (gestern 2:00 p.m. Ortszeit). Und wie man am Chart des S&P-500 sieht, konnte man das Pamphlet (wieder einmal) so oder so interpretieren. Gegen Ende des Börsentags waren offensichtlich die Pessimisten in der Überzahl. Das kann heute – nach einer Mütze voll Schlaf – ganz anders laufen.


Futter für die Optimisten sind Protokoll-Sätze wie diese:
All Committee members agreed that a change in the purchase program was not yet appropriate 
A few members emphasized the importance of being patient and evaluating additional information on the economy before deciding on any changes to the pace of asset purchases
A highly accommodative stance of monetary policy will remain appropriate for a considerable time after the asset purchase program ends and the economic recovery strengthens.
Für Pessimisten dagegen sind Aussagen wie diese von Bedeutung:
In the view of the one member who dissented from the policy statement, the improvement in the labor market was an important reason for calling for a more explicit statement from the Committee that asset purchases would be reduced in the near future
A few others ... suggested that it might soon be time to slow somewhat the pace of purchases as outlined in that plan.
A highly accommodative stance of monetary policy will remain appropriate for a considerable time after the asset purchase program ends and the economic recovery strengthens.
Tja, isses denn halb voll das Glas, oder halb leer? Am Anleihemarkt und beim Gold, scheint es halb voll zu sein, Am Aktienmarkt ist man noch unentschieden ...

Mittwoch, 21. August 2013

Dienstag, 20. August 2013

Wer hat Angst vor Larry Summers?

Was ist los an Wall Street? Aktien konsolidieren auf breiter Front, während die Zinsen (stark) steigen. Was köchelt da? Ist es vielleicht so, dass man eine Änderung der Zinspolitik der US-Notenbank befürchtet?

Unter Ben Bernanke wird die nicht kommen. Das ist klar. Allerdings wird der Mann Anfang 2014 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seinen Stuhl räumen. Und damit beginnt die Unsicherheit. Wall Street bevorzugt Janet Yellen als neue Notenbank-Chefin, ist sie doch so etwas wie eine Bernanke-Schülerin. Larry Summers, der zweite Favorit für den Posten, hat dagegen nie einen Hehl daraus gemacht, dass er die ganzen QE-Aktionen skeptisch sieht.

Was bedeutet das nun für die Börse in den kommenden Wochen? Das Kuriose ist ja, dass steigende Zinsen nicht per se Gift für die Aktienkurse sind. Dennoch fürchte ich, dass so lange nicht klar ist, wer das Rennen um den Fed-Vorsitz macht, wir an der Börse wohl "rumeiern" werden, mir mehr oder weniger Volatilität, who knows ...

Montag, 19. August 2013

Mein Zitat des Tages

Gerade wiederentdeckt, in einem Aufsatz im SZ-Magazin zum Thema "Mehr Gelassenheit":

Warren Buffett beschrieb seine Investmentstrategie einmal als "Lethargie an der Grenze zum Faultierhaften".

Zumindest aktuell möchte ich mich dem anschließen. Bewegung im Dax? Fehlanzeige. Und das schon seit Wochen. Da muss man ja zum Faultier (oder Echse) mutieren ....

Freitag, 16. August 2013

Vorwärts, rückwärts, seitwärts

In den vergangenen Wochen war es ja recht zäh an der Börse ... einen Tick vor, einen Tack zurück, im schönen Wechsel. Blickt man Richtung Wall Street, dann sieht man, dass der S&P-500 durch diese Konsolidierung wieder auf dem Niveau des 50-Tage-Kursdurchschnitts notiert.

Bis auf eine Ausnahme hat diese Unterstützung in den vergangenen Monaten immer gehalten.

Dienstag, 13. August 2013

Nix zu sehen von den Milchmädchen

Wer in den DAX investiert, sollte natürlich immer auch die US-Börse im Blick behalten. Wall Street ist eben immer noch Weltleitbörse.

Interessant ist in diesem Zusammenhang folgender Chart. Zu sehen ist, wie stark die amerikanischen Anleger Aktien in ihren Depots gewichten – im Vergleich zu Anleihen vor allem.

Und man sieht ganz gut, dass das aktuelle Niveau durchaus im Langfrist-Durchschnitt liegt. Einen Tick mehr vielleicht. Von einer "Milchmädchenrally" kann also nicht die Rede sein. Gefällt mir.

Zum Vergrößern bitte anklicken, gesehen bei bigpicture.com

Montag, 12. August 2013

La Prima Estate

Nix los im DAX. Darum mal ein Intermezzo. Erlend Oye, wir kennen ihn von Kings Of Convenience und Whitest Boy Alive, lebt derzeit auf Sizilien, was durchaus auf seine Musik abgefärbt hat. Italienisch-Nachhilfe vom Norweger. Knapp am Kitsch vorbei. Dafür Sommerhit-tauglich.

Freitag, 9. August 2013

Zurück in die Zukunft

Hm, ich weiß nicht recht ... Unser Dauer-Super-Pessimist Marc Faber vergleicht die aktuelle Aktienmarkt-Rally mit dem Börsen-Aufschwung 1987, der in einem heftigen Crash im Oktober jenes Jahres mündete. Was er nicht erwähnt: Erst die fehlerhaften automatischen Verkaufsprogramme sorgten für die gewaltige Dimension des Zusammenbruchs ...

Aber lassen wir Faber mal zu Wort kommen, im folgenden Video der Kollegen von "CNBC":

Mittwoch, 7. August 2013

Rein. Raus. An. Aus.

Gestern hinterließ "Anonymous" in den Kommentaren die Frage: "Was sind die langfristig sicheren Anlagen?", und schon kommt die Antwort:

Mal beiseite gelassen, dass das Leben ein stetiger Wandel ist und irgendwann alles vergeht, oder dass angeblich nur das Amen in der Kirche sicher sei, gibt folgende Grafik einen ganz guten Hinweis, womit man es beim Geldanlegen probieren sollte. Vorausgesetzt, man bringt etwas Geduld mit. Mit Aktien. Im schlimmsten Fall – man sieht das an den roten Clustern – muss man Verluste eben mal ein paar Jahre aussitzen.

Und warum das ganze nicht simpel halten, wenn man nicht viel Zeit hat, um sich ständig um das Ersparte zu kümmern? Einfach in einen Index investieren. In den Dax. Den kennt man, da gibt's Berichte vor der "Tagesschau" und im "Heute Journal". Simple Entscheidungen: An oder Aus.

Neulich habe ich mir ein Radio gekauft. Das hat einen An/Aus-Schalter, einen Drehknopf für UKW, MW und den iPod-Anschluss sowie jeweils einen Knopf für die Bass- und einen für die Höhenregelung. Ich liebe das Gerät. Nur die nötigsten Funktionen und für jede davon einen Taster. Und es macht was es soll: den Lieblingssender empfangen und gut klingen.

Börse ist auch nicht anders. Rein. Raus. An. Aus.

(Ach ja: Und dass der Dax gerade recht langweilig zwischen 7700 und 8500 Punkten pendelt – geschenkt!)

Zum Vergrößern bitte anklicken; Quelle: Deutsches Aktieninstitut

Dienstag, 6. August 2013

Meine Schlagzeile des Tages ...

... und gleichzeitig Gedächtnisstütze, dass die Schluß-Staffel der vielleicht besten Serie aller Zeiten, bald zu sehen sein wird!
Gesehen bei businessinsider.com

Donnerstag, 1. August 2013

"Many bullish patterns"

Das ist mal ein interessantes Bild, das Ralph Acampora, "the Godfather of Technical Analysis", für seinen Twitter-Account nutzt. Herr und Hund auf grüner Wiese vor aufziehendem Gewitter. Ein großer Hund ist das, mit großem Maul und spitzen Zähnen, den mächtigen Schädel vertrauensvoll in den Nacken geworfen ... Mir stehen die Nackenhaare zu Berge ... Vielleicht findet sich ja jemand, der das Bild tiefen-psychologsich deuten mag?

Nun denn: Acampora hat mich vor allem in meine Anfangstagen als Redakteur beschäftigt. Damals habe ich die Kolumnen des guten Mannes für die "€uro am Sonntag" übersetzt. Ich habe ihn als tendenziell recht optimistisch für den Börsenverlauf in Erinnerung. Das ist er auch jetzt wieder:
... The last 2 weeks of July created many bullish flag patterns; they are expected to break to the upside - very tradable patterns ... 
Ich schließe mich der Meinung an, ganz egal, wie die tiefen-psychologische Deutung obigen Fotos ausfallen mag.

Den Börsen-Optimisten wird das gefallen ...

In den USA haben bereits mehr als 1100 Unternehmen ihre Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Und die Ergebnisse sind besser ausgefallen als erwartet. Weit besser.

Fast zwei Drittel der Unternehmen haben die Gewinn-Schätzungen übertroffen. Bleibt das bis zum Ende der Berichtssaison ungefähr auf diesem Niveau, dann wäre dies das beste Ergebnis seit dem vierten Quartal 2010.

Den Börsen-Optimisten wird das gefallen ...

Zum Vergrößern bitte anklicken; Quelle: Bespoke Invest