Donnerstag, 28. November 2013

Die Sache mit der Blase

Das Thema "Blase oder nicht" beschäftigt uns ja nun schon einige Zeit (etwa hier). Ich möchte in diesem Zusammenhang auf einen Artikel von Alfons Cortés hinweisen. Der Schweizer schreibt seit langem Kolumnen für die "Finanz & Wirtschaft" und hat sich als Kenner der Verhaltensökonomie und technischen Analyse einen Namen gemacht.

Cortés schreibt unter anderem:
Es fragt sich, was als Blase gilt. In meiner Definition handelt es sich um einen Markt, dessen führende Indizes extrem weite Kursabstände zum 20-Monate-Durchschnitt haben ... wobei die Umsätze bei steigenden Kursen zunehmen, die öffentliche Meinung sich mit der Börse beschäftigt, Medien, die Wirtschafts- und Finanzthemen sonst eher am Rande behandeln, darüber berichten, astronomische Preise bezahlt und absurd begründet sowie Lombardkredite zum Kauf von Aktien beansprucht werden ... 
Blasen entstehen (auch) vornehmlich dadurch, dass einer Innovation fantastische Perspektiven zugesprochen werden. Dadurch verändert sich die Kapitalisierung einzelner Sektoren dramatisch ...Wenn meine Definition von spekulativen Blasen gegen Ende einer Hausse auch nur nahezu realistisch ist, dann gibt es derzeit weder in den USA noch anderswo eine Aktienblase ...
Das deckt sich mit meinem Verständnis einer Blase. Ausser vielleicht beim Twitter-Börsengang kann ich von einem "irrationalen Überschwang" nichts entdecken.

Die komplette Cortés-Kolumne gibt es hier unter fuw.ch

1 Kommentar:

  1. Wer Blasen (irrationale Bewertungen) analysieren möchte, sollte das Kapitalmarktwissen über mindestens ein Jahrhundert besitzen... so wie z.B. Robert Shiller

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