Mittwoch, 20. November 2013

Ich verstehe Carl Icahn nicht

"Der Markt könnte vor einem großen Einbruch stehen", sagt Carl Icahn, 77 Jahre alt, Milliardär, Investor.

Und weiter: "Viele Zahlen sind eine Fata Morgana. Sie beruhen nicht darauf, dass die Firmen gut geführt werden, sondern sie werden von den niedrigen Kreditzinsen befeuert."

Aha. Soso. Mit Verlaub: Das verstehe ich nicht. Vielleicht will ich es auch nicht verstehen. Natürlich steigen die Kurse (auch), weil die Zinsen niedrig sind. Aber das war doch schon immer so. Das ist doch nichts Neues. Das ist eine Uralt-Börsenweisheit.

Mag ja sein, dass die niedrigen Zinsen dem einen oder anderen Unternehmenslenker die Sinne vernebeln, dass schlecht investiert wird oder dass der Druck fehlt, nötige Strukturreformen anzugehen. Manchen fällt auch nichts besseres ein als Aktien zurückzukaufen. Und langfristig sind Dauerminizinsen sicher ein gewaltiges Wagnis. Mag ja alles sein.

Aber aktuell braucht es die niedrigen Zinsen einfach, um die Konjunktur in Gang zu bringen. Und unruhig werde ich erst dann, wenn sich hier das Blatt wendet. Dann könnte der Markt (vielleicht) tatsächlich vor einem großen Einbruch stehen.

Kommentare:

  1. naja, das sagt ja nicht nur Carl Icahn, sondern auch der eine oder andere Bankenchef oder Mitglieder eines Anlageausschusses... nur halt nicht öffentlich(!) ;-)

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  2. Jep ... und "Börsenexperte" Dirk Müller FORDERT dringend eine Korrektur an den Aktienmärkten ...

    http://www.handelsblatt.com/video/video-news/wirtschaft/boersenexperte-dirk-mueller-warnt-dirk-mueller-wir-brauchen-dringend-eine-dax-korrektur/9103024.html

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  3. hm, ... ich meine man kann ja auch mit Short-Positionen etwas verdienen, wenn die 'longs' zu risikoreich werden oder den Tunnelscheinen... ;-)

    Das sollten wir uns hier doch auch mal genauer anschauen.

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