Mittwoch, 27. Februar 2013

Dienstag, 26. Februar 2013

Korrektur, Teil 2

Ein weiterer schlechter Börsentag. Worried? Not yet, baby, not yet ... Für manche – wie im folgenden Video – sogar die Möglichkeit, nachzukaufen!

Montag, 25. Februar 2013

What's cooking?!

Es ist viel los diese Woche. Die Terminübersicht: Notenbankchef Ben Bernanke steht am Dienstag dem Bankenausschuss des US-Senats Rede und Antwort. Am Donnerstag folgen revidierte Zahlen zum US-Wachstum im Schlussquartal 2012. Zudem liefern BASF, Bayer, Fresenius, Fresenius Medical Care und die Telekom Zahlen zum Jahresabschluss ...

Zum Vergrößern bitte anklicken

Mehr Durchblick bitteschön ...

Was war das denn Mitte vergangener Woche? Ein richtiger Sell-off! Die Wall Street rutschte am Mittwoch deutlich ab und verbuchte den bisher schlechtesten Tag des Jahres. Gleichzeitig verlor der Euro gegenüber dem Dollar – und sogar der Goldpreis fiel unter die 1600-Dollar-Marke. Tags darauf übernahmen die Verkäufer an den europäischen Börsen das Ruder. Massive Kursverluste bei DAX, Euro Stoxx und Co waren die Folge. Der Beginn einer größeren Korrektur?

Den einen oder anderen Anlass gibt es ja schon. Die beiden wichtigsten liefern die USA und China. So wird bei genauer Lektüre des jüngsten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed klar, dass einige Mitglieder des Offenmarktausschusses laut über ein Ende oder eine Verringerung der Anleihekäufe der Fed nachdenken. Und zur gleichen Zeit, auf der anderen Seite der Welt, wird in China ebenso laut über weitere Maßnahmen zur Kühlung des anscheinend überhitzten Immobilienmarkts nachgedacht.

Allerdings denke ich, dass beim Thema Fed etwas zuviel "hineingeheimnist" wird. Natürlich wird die US-Notenbank irgendwann ihre Politik des leichten Geldes aufgeben müssen. Aber das wird doch so schnell nicht geschehen! Wir haben doch gar keine Basis dafür oder habe ich eine sensationelle Entwicklung am US-Arbeitsmarkt verpasst!

Morgen muss sich Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Bankenausschuss des Senats zu seinem Tun äußern. Ich nehme an, dass wir dann klarer sehen (und bestätigt bekommen, dass es längst nicht vorbei ist mit all den QE-Maßnahmen ...)

Ähnlich sieht das auch Richard Clarida von Pimco im folgenden Bloomberg-Video (sieht man mal vom Blabla der ersten 70 Sekunden ab)

Donnerstag, 21. Februar 2013

Gold versus Aktien

Die Aktienmärkte korrigieren heute deutlich. Trotzdem bringt mich das noch nicht aus der Ruhe. Not yet, baby, not yet ...,

Bei den Kollegen von Godmode habe ich einen interessanten Chart gefunden, in dem der Dow Jones mit dem Goldpreis verglichen wird. Das Ergebnis ist das Dow/Gold-Ratio. Salopp gesagt, erkennen wir damit, wie viele Aktien man für eine Unze Gold kaufen kann.

Zu Beginn der Goldhausse 1999 waren das jede Menge: Für eine Unze gabs 44 "Dow-Anteile". Dann ging's aufwärts mit dem Goldpreis und abwärts mit dem Ratio. (Bisheriger) Tiefpunkt war der September 2011, als es für eine Unze Gold nur noch sechs "Dow-Anteile" gab. 

Theoretisch geht's natürlich noch günstiger: Nach der Gold-Hausse in den 70er-Jahren war die Ratio auf 1,65, nach der Hausse in den 30er Jahren auf 2,9 gefallen.

Jetzt allerdings machen Chartisten eine mögliche Trendwende nach oben aus. Aktien wären demnach attraktiver als Gold-Investments ...

Zum Vergrößern bitte anklicken, Chart via Godmode

Mittwoch, 20. Februar 2013

"Kupfer ist das neue Gold"

Was ich gerade lese/gelesen habe:

Der Goldpreis dürfte vorerst nicht weiter steigen. Kupfer sei jetzt interessanter, sagt David Field, Leiter des Rohstoff-Teams bei Carmignac Gestion (Interview bei finews.ch).

Vorsichtiger ist der Zuger Vermögensverwalter Felix Zulauf. Er glaubt, dass den Aktienmärkten global bald der Dampf ausgeht. Neue Chancen für Haussiers wittert er im Goldmarkt (ebenfalls bei finews.ch)

"I'm forced to buy stocks"

Ein Nachtrag zu meinem gestrigen Volatilitäts-BeitragNassim Taleb, Professor für Risk Engineering an der New York University, bezeichnet die Märkte als "künstlich".  Man würde Aktien kaufen, weil man Angst vor Anleihen habe ... Er selbst (!) mache da keine Ausnahme ... Die grundlegenden Probleme seien jedoch nicht gelöst, so sei die nötige "Banken-Dezentralisierung" längst nicht erfolgt.

Interview mit den Kollegen von Bloomberg (etwa 6 Minuten Länge)

Dienstag, 19. Februar 2013

Futter für die Bullen

Da ist man mal eine Woche weg und stellt bei Rückkehr – einigermaßen überrascht – fest, dass sich an der Börse kaum etwas getan hat: Stillstand beim Dax und Beinahe-Stillstand an der Wall Street. Bis gestern jedenfalls. Heute geht es wieder nach oben, was mit meiner Rückkehr natürlich nichts zu tun hat.

Dazu ein paar Zahlen: der S&P-500 hat inzwischen sieben Wochen in Folge zugelegt. Das ist die längste Gewinnstrecke seit zwei Jahren. Der Januar war außerdem mit 6,6 Prozent Plus der beste Monat für den breiten US-Aktienindex seit 1997. Zum Rekordhoch, das im Oktober 2007 erreicht wurde, fehlen nur noch etwa drei Prozent.

Woran liegt's? Das Wachstum in der Welt ist sicher nicht überragend, in den USA schrumpfte die Wirtschaft gar im Schlußquartal 2012. Die US-Arbeitslosenrate liegt bei 7,9 Prozent, also deutlich über dem Langfrist-Durchschnitt von 5,8 Prozent (gemessen zwischen 1958 und 2012). Und auch die Gewinnzahlen der Unternehmen sind – nun ja – so la la ... Positiv dagegen: die Bewertungen sind relativ niedrig. Im Januar lag das KGV des S&P-500 bei durchschnittlich 15. Das ist deutlich weniger als der Schnitt der vergangenen sechzig Jahre, der bei 16,3 liegt.

Rechtfertigt das die steigenden Kurse? Anscheinend ja. Die Volatilität an der US-Börse, also die Schwankungsintensität, hat jedenfalls extrem nachgelassen. Laut Bloomberg-Daten ist sie so niedrig wie zuletzt 1995. Ein gutes Zeichen, finde ich. Ein Zeichen für wiederkehrendes Vertrauen in Aktien. Vermutlich auch ein Zeichen dafür, dass die Gefahr "externer Schocks" niedriger eingestuft wird. Zurecht oder nicht, sei mal dahingestellt.

Daten seit 1930. Zum Vergrößern bitte anklicken, Quelle: Bloomberg

Fakt ist: neun Mal war die Volatilität in den Historie des S&P-500 derart niedrig wie jetzt – und jedesmal wurde das Jahr mit einem Plus beendet.

Untermauert wird die neue Lust an der Aktie auch an den Geldflüssen. Im Januar sind in den USA 37 Milliarden Dollar netto in Aktienfonds geflossen – so viel wie seit 2004 nicht mehr. Vielleicht der Beginn einer Trendwende, waren doch seit 2009 bisher 300(!) Milliarden abgezogen worden.

Sonntag, 10. Februar 2013

Gone fishin'

Ich mach's kurz und schmerzlos: "Blümel staunt" macht Pause. Die erste seit Oktober. Etwas Bergluft kann ja nicht schaden. Bis in einer Woche. So long!

Freitag, 8. Februar 2013

"Staaten zu retten, führt ins Verderben"

Die Kollegen von 20min.ch haben ein Interview mit Jürgen Stark geführt, dem ehemaligen Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank. Lesenswert.
" ...Die Politik hat das Gefühl, dass die EZB die Kastanien schon aus dem Feuer holt, wenn es wieder brennt. Wenn die Unsicherheit in Spanien und Italien wieder steigt, werden sich auch die Spreads wieder vergrössern. Der Markt wird die EZB schneller testen, als uns lieb sein kann. Die Marktberuhigung ist ein Trugschluss. Die Lage in Griechenland ist nicht unter Kontrolle ..."

Donnerstag, 7. Februar 2013

Was macht der Euro?

Der Euro ist in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Für einige – etwa die Franzosen – zu stark. Ich bin gespannt, ob EZB-Chef Mario Draghi in der heutigen Pressekonferenz zum Leitzinsentscheid versucht, die Gemeinschaftswährung "schwächer zu reden",

Dieser junge Mann hier, Brian Jackson von Coutts & Co, findet, dass Dollar und Yen etwas zu schnell gefallen sind und eine Korrektur ansteht (Video-Interview via Bloomberg, etwa 5 Minuten).

TV-Tipp: Was kostet das Glück?

Gut, bei uns geht es um die Börse und nicht um Glücksspiel – wobei das für den einen oder anderen vielleicht doch nahe beisammen liegt. Trotzdem und gerade deswegen sollten wir uns heute Abend vielleicht diese Doku anschauen:

Was kostet das Glück? (Frankreich, 2012, 52 Minuten)
Arte, 7. Februar um 23:25 Uhr (Wiederholung: 22. Februar um 9:35 Uhr)

"... Für zahlreiche Menschen bedeutet, viel Geld zu haben, das Glück auf Erden. Für manche kommt es überraschend mit einem Lottogewinn. Aber wie verhalte ich mich, wenn ich reich bin? Die Abteilung "Relations Gegnants" der französischen Lottogesellschaft "Française des Jeux" bietet glücklichen Millionengewinnern Hilfestellung, sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden ... Sie hilft ihnen dabei, sich mit ihrem neuen Gesellschaftsstatus und allem, was damit zusammenhängt, vertraut zu machen. Auf Konferenzen und in Workshops lernen die "Neureichen" alles über die "Reichensteuer", die gehobene Gastronomie, den Immobilienmarkt, die Oper und über andere Dinge und Eigenheiten, die mit dem Leben reicher Leute verbunden sind ..."

Mittwoch, 6. Februar 2013

"Die heisse Phase ist vorbei"

Bemerkenswertes Interview des Wirtschaftshistorikers Harold James bei fuw.ch:
"... Die Situation verbessert sich automatisch, wenn die Zweifel am Euro verschwinden. Es sieht so aus, als sei die ganz heisse Phase, die im Herbst 2010 begonnen hat, seit dem Sommer 2012 vorbei ... Die Notenbanken haben gute Arbeit geleistet, was das Krisenmanagement angeht. Doch wir sollten daraus keinesfalls schliessen, dass sie langfristig ein höheres Wachstum erzeugen können. Es wird möglicherweise schwierig sein, die neue Normalität zu akzeptieren: Die Wachstumsraten in den nächsten Jahrzehnten werden wohl tiefer sein, als sie es in den letzten dreissig Jahren waren. Daran kann eine Zentralbank überhaupt nichts ändern. Um langfristig höheres Wachstum zu bekommen, brauchen wir ein anderes Bündel von Massnahmen als zur kurzfristigen Stabilisierung der Situation. Krisenmanagement ist das eine, Wirtschaftsreformen sind das andere ..."
Das vollständige Interview lesen Sie hier.

The End is Nigh ...

Hier ist das "Co-Referat" zum gestrigen Beitrag. Mein Special Friend Barry Ritholtz, schon lange ein Verfechter von Secular-Bull versus Secular-Bear, zu Gast bei den Kollegen von Bloomberg – und er hat ebenfalls den WSJ-Chart dabei ...


Im zweiten Teil des Ritholtz-Interviews äußert er sich zu den Märkten. Er geht von einer "slow attraction back to the markets" aus.

Allerdings gibt er zu bedenken, dass die Börse ohne die lockere Notenbankpolitik 20 Prozent niedriger notieren würde als derzeit. Das Video (etwa vier Minuten Laufzeit) nach dem Break ...

Dienstag, 5. Februar 2013

Korrektur? Egal ...

Große Korrektur an den Märkten! Dow und Nasdaq mit deutlichem Minus, Dax und vor allem Euro-Stoxx mit noch heftigeren Verlusten. Sollte uns das nervös machen? Ich denke nein. Eine größere Korrektur war überfällig. Und langfristig gesehen, ist die Lage vielleicht sogar viel besser als die meisten vermuten.

Sehen Sie sich folgenden Chart an, den das Wall Street Journal vor kurzem veröffentlich hat:

Zum vergrößern bitte anklicken; Quelle: Wall Street Journal

Wir sehen die inflationsbereinigte Entwicklung des US-Aktienmarktes seit 1871. Es scheint dabei so, als ob sich Phasen steigender Kurse in schöner Regelmäßigkeit mit Phasen der Stagnation abwechseln, die von gewaltigem Auf und Ab geprägt sind.

Vor allem technische Analysten gehen davon aus, dass sich die Aktienmärkte seit der Jahrtausendwende in einer Korrekturphase befinden, in einem Secular bear market. Vorangegangen war eine 18jährige Hausse-Phase, ein Secular bull market.

Laut der Fondsgesellschaft Fidelity dauerte so eine Hausse-Phase im Schnitt 21 Jahre, brachte inflationsbereinigt 16 Prozent Plus pro Jahr und die Kurs-Gewinn-Verhältnisse verdoppelten sich von zehn auf 20. Der durchschnittliche Bärenmarkt dauerte 14,5 Jahre, brachte im Schnitt ein Minus von inflationsbereinigt minus 2 Prozent und das KGV halbierte sich wieder von 20 auf zehn.

Demnach stünden wir gerade vor dem Beginn des 14. Jahres des Bärenmarkts, der im März 2000 seinen Anfang nahm.

Ein recht technischer Ansatz zugegeben. Schaut man sich aber die Fundamentaldaten an, dann sind wir vielleicht tatsächlich dabei, aus diesem Seitwärtstrend auszubrechen. Die Bewertungen sind niedrig, die Stimmung ist nach wie vor trübselig, das Interesse an Aktien gering ...

Montag, 4. Februar 2013

Was diese Woche wichtig ist ...

Der Euro hat in den vergangenen Wochen deutlich zugelegt. EZB-Chef Mario Draghi wird dazu wohl am Donnerstag Stellung nehmen (Pressekonferenz zum Leitzinsentscheid der Europäischen Zentralbank). Weiter im Fokus: Quartalszahlen von BP, Toyota und der UBS sowie der Jahresabschluss von Daimler

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