Donnerstag, 30. Januar 2014

Wage against the machine

Neues aus Jon Stewarts Humorfabrik: Auch in den USA wird über das Thema Mindestlohn gestritten ...

Mittwoch, 29. Januar 2014

What's new Pussycat ...?!

Der DAX korrigiert weiter – ich hatte es befürchtet. Eine gute Gelegenheit, mal die Blogroll auf den neusten Stand zu bringen.

Meine aktuellen Lieblingsseiten sind ...

  • The Big Picture von Barry Ritholtz. Der Mann ist ein Blog-Urgestein, der – wie es der Name verspricht – das große Ganze im Blick hat
  • Think Big von der Bespoke Investment Group. Charts und Analysen zu Aktien, Rohstoffen, Anleihen, Marktstimmung. Immer wieder inspirierend.
  • Abnormal Returns von Tadas Viskanta. Eine täglich aktualisierte Link-Sammlung zu wichtigen und guten Beiträgen der Börsen-Blogosphäre.
  • Short Takes. Analyse der Stimmung an den Märkten. Ein guter Trendfolger. Gemacht wird die Seite von dem US-Vermögensverwalter Ciovacco Capital
  • Financialsense von Chris Puplava. Sein regelmäßiger Kommentar "Market Bill of Health" ist ein absolutes Must-Read.
  • A Dash of Insight von Jeff Miller. Gerade erst entdeckt. Muss ich noch mit "warm werden"
  • The Reformed Broker von Joshua Brown. Sehr smart. Auch neu auf der Liste
  • Pragmatic Capitalism von Cullen Roche. Unabhängig, gut verständlich, vielfältig.
  • Alphaville. Etliche Autoren der "Financial Times" zu den Märkten (Hier muss man sich – kostenfrei – registrieren)

Dienstag, 28. Januar 2014

Die Sache mit der Planungssicherheit

Es ist erstaunlich, was zwei, drei etwas schlechtere Börsentage in Folge anrichten können. Immer noch notieren die Leitindizes DAX, Dow Jones und S&P 500 gerade mal drei, vier, fünf Prozent unter ihren Allzeithochs. Da ist also nicht viel passiert – oberflächlich betrachtet.

Gleichzeitig ist aber bei erschreckend vielen Aktien der langfristige Aufwärtstrend in Gefahr. Beispiel: Nur noch ein Drittel der 500 Aktien des S&P-Index notiert über dem gleitenden 50-Tages-Durchschnitt. Zwei Drittel sind durchgerauscht (Chart via bespokeinvest)


Ein Drittel fiel sogar unter die 200-Tage-Linie (Chart via shortsideoflong). Und weil es eine solche Konstellation zuletzt Ende 2012 gab, also gefühlt vor Urzeiten, sind wir unruhig. Man hat sich ja so schön an das herrlich stetige Aufwärts der vergangenen zwölf Monate gewöhnt.


Charttechniker bezeichnen dieses Bröckeln unter der Oberfläche als „bärische Divergenz“. Und die deutet in der Regel darauf hin, dass die Korrektur noch nicht zu Ende ist. Vor allem nicht, wenn die Aufwärtstrends der für die Rally so wichtigen Branchen Banken, Industrie und Technologie brechen. Und das ist durchaus drin.

Der Börsenmonat Januar ist jedenfalls kaum mehr zu retten. Und damit haben wir es mit dem zweiten schlechten Omen für 2014 zu tun, nachdem uns schon die verpatzen ersten fünf Handelstage nicht gefallen haben. „As January goes, so goes the year“, heißt eine bekannte Börsenweisheit. Demnach könne man nach einem schlechten Januar gleich das ganze Jahr verloren geben.

Aber das wäre wohl etwas vorschnell. Die aktuelle Situation erinnert jedenfalls ein bisschen an die Zeit Mitte vergangenen Jahres, als US-Notenbankchef Ben Bernanke erstmals ankündigte, die Anleihekäufe reduzieren zu wollen. Die Angst vor dem sogenannten „Tapering“ sorgte im Anschluss für ordentlich Unruhe: Gelder flossen aus den Schwellenländern ab und sorgten dort für kräftige Verluste bei Aktien und Devisen, im Anschluss ging es auch in Tokio, New York und Frankfurt nach unten. Es bedurfte etlicher weiterer Kommentare Bernankes, um die Märkte zu beruhigen, um klarzustellen, was er denn wann und in welchem Umfang plant. „Guidance“ nennt man das an der Wall Street – frei übersetzt Planungssicherheit.

Und die scheint auch jetzt wieder zu fehlen, was wohl daran liegt, dass es zu einem Wechsel an der Spitze der US-Notenbank kommt. Janet Yellen, die den Posten von Bernanke übernimmt, scheint ja für Kontinuität zu stehen. Doch ist das wirklich so? Was, wenn sie doch andere Pläne verfolgt? Wer weiß schon, wie sie wirklich „tickt“. Zu viel Unsicherheit. Um Yellens Politik richtig einschätzen zu können, braucht es konkrete Aussagen und Handlungen, wenn sie denn tatsächlich im Amt ist. Guidance eben. Schon die Historie  zeigt, dass Wechsel an der Spitze  der US-Notenbank immer mit wackligen Börsenkursen einhergingen. Das war so als Alan Greenspan den Posten 1987 von Paul Volcker übnernahm – und auch als Bernanke 2006 mächtigster Zentralbanker der Welt wurde.

Apropos Guidance: Da wäre dann ja noch die Sache mit dem Finale der Football-Meisterschaft in den USA, dem Super Bowl. Am Sonntag treffen die Denver Broncos, der Gewinner der AFC-Liga  auf die Seattle Seahawks aus der NFC. Und damit das Börsenjahr doch noch ein gutes wird, haben gefälligst die Seahawks zu gewinnen. Denn in den 47 Super Bowls seit 1967 schnitt der S&P 500 traditionell dann besser ab, wenn das Team aus der NFC gewann. In 80 Prozent der Fälle gab es dann Gewinne bis zum Jahresende, im Schnitt waren es 10,4 Prozent Plus. Der Fall ist also klar: Auf geht‘s Seahawks, die Märkte brauchen Planungssicherheit!

Montag, 27. Januar 2014

Investieren, wenn alles zu spät ist ... (3)

Aus (erneut) aktuellem Anlass, ziehe ich folgenden Post noch einmal nach oben ...

Ich denke gerade darüber nach, wie man es am besten anstellt, in einen Markt einzusteigen, der in den vergangenen vier Jahren derart gut gelaufen ist. Vermutlich stellen sich auch andere diese Frage, nämlich diejenigen, die der Rally nicht trauen wollten und auf jeder Menge Cash sitzen – was ich durchaus verstehen kann, Sorgen gab und gibt es ja genug.

Meine Lösung: Emotionen aus dem Spiel lassen und nicht gleich alles riskieren.

Die Erfahrung zeigt, dass es im Schnitt (in einem Bullenmarkt!) zwei Mal pro Jahr zu Korrekturen kommt, bei denen die Kurse um fünf Prozent fallen, einmal pro Jahr geht es um zehn Prozent nach unten. Und genau dann sollte man kaufen. Meine Regel: Geht es fünf Prozent nach unten, investiere ich zehn Prozent meines Cash-Bestands, geht es zehn Prozent nach unten, lege ich 20 Prozent nach, bei einem Minus von 15 Prozent gar 30 Prozent ... (Anmerkung: Ich bin kein Trader, ich investiere langfristig).

Aktuell könnte man beim Dax also durchaus etwas nachkaufen, wobei es danach aussieht, dass wir die 9000 Punkte noch einmal wiedersehen. Wenn dem so sei, dann kaufen wir wieder nach ...

Freitag, 24. Januar 2014

Hello my dear ...!

Der S&P-500 "testet" die 50-Tage-Linie ... (Grafik von ciovaccocapital)

Was macht einen guten Börsianer aus?

Das hier gefällt mir richtig gut: Eine Grafik auf der Seite des Börsen-Autors Martin Kronicle, die sich der guten alten Mengenlehre bedient (macht das "SZ-Magazin" ja auch immer wieder mal).

Was also macht einen guten Börsianer aus? Es ist wohl eine Kombination aus eigenem Wissen, dem Wissen der anderen und dem "Markt-Wissen". Fehlt es an einem, dann ist der Börsianer "unvollständig". Wenn man etwa den Markt nicht versteht, sondern nur zwischen eigenem und Fremdwissen pendelt, taugt man wohl eher zum Therapeuten als zum Börsianer. Und so weiter ...

Donnerstag, 23. Januar 2014

Auf die Konjunktur kommt es an

Martin Hüfner, Volkswirt beim Geldverwalter Assenagon, ist nicht ganz so optimistisch für das Aktienjahr (wie ich).

Dazu die Kernpunkte seines Newsletters, den es hier komplett gibt ...

Dienstag, 21. Januar 2014

Die Angst vor dem Allzeithoch

Wann kommt die Korrektur? Oder droht gar ein Crash? Der Markt muss doch irgendwann drehen! Es ist schon ein Problem, als Aktienanleger einen kühlen Kopf zu bewahren ...

Was hat es nur damit auf sich, dass bei so vielen Anlegern das Wort „Allzeithoch“ eine Art Reflex bewirkt, am besten gleich alles zu verkaufen, weil der Markt jetzt sicher bald kippt? „Gambler‘s Fallacy“, heißt dieses Phänomen im Englischen – nicht ganz so charmant klingt der deutsche Begriff „Spielerfehlschluss“.

Er besagt, dass sich Ereignisse doch gefälligst kurzfristig ausbalancieren müssen. Dass etwa beim Roulette die Wahrscheinlichkeit für eine gerade Zahl zunimmt, je mehr ungerade Zahlen aufeinander folgen. Das ist natürlich nicht so, weil es sich um von einander unabhängige Ereignisse handelt.Ähnlich ist das an der Börse. Es ist ein Fehler zu glauben, dass mit jedem neuen Allzeithoch, das der DAX oder der Dow Jones erreichen, sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Markt am darauffolgenden Tag kippt.

Gestützt wird dieser Fehlschluss gerne mit Fundamantaldaten. Derzeit heißt es, der Markt sei zu teuer. Man verweist dabei gerne auf das Shiller-KGV, das die Unternehmensgewinne der vergangegen zehn Jahre mit dem Kursniveau vergleicht. Und es ist derzeit tasächlich eher hoch. Wieder andere verweisen darauf, dass ein schwacher Börsenstart – wie der jetzige – statistisch gesehen meist ein schwaches Börsenjahr nach sich zieht. Das ist auch nicht von der Hand zu weisen.

© bluemelstaunt.com
Jedoch wird dabei nicht bedacht, dass eine scheinbare oder tatsächliche Überbewertung eines Marktes lange anhalten kann oder dass steigende KGVs der Normalfall sind, wenn die Konjunktur anzieht. Dass einem Allzeithoch meist ein weiteres und noch eines und noch eines folgt, ist dann nicht weiter verwunderlich. Wenn eine Aktie ein neues Allzeithoch erreicht, bedeutet dies, dass alle Aktionäre im Plus sind, dass man sich daher so schnell nicht von seinem neuen Lieblingswert trennen möchte. Und es bedeutet, dass sich zögerliche Anleger nun dumm und dämlich ärgern, eine gute Gelegenheit verpasst zu haben.

Natürlich wird es trotzdem immer zu Korrekturen kommen. Gerade wenn sich die Kurse wie Fahnenstangen nach oben recken – und das ist aktuell durchaus der Fall. Nur die Frage nach dem „Wann“ können wir so einfach nicht beantworten. Und auch nicht, wie heftig die Korrektur ausfallen wird. Die Krux dabei: Wer zu früh aussteigt, wird mit entgangenen Gewinnen bestraft.

Vielleicht sollte man daher ja folgenden Rat beherzigen: „Konzentriere Dich darauf, was gerade eben passiert, und nicht darauf, was möglicherweise in der Zukunft passiert“. Das klingt nach Meditationsstunde mit einem Yoga-Guru, passt aber genauso gut zum Investieren.

Und was passiert denn gerade? An der Börse wird ein Konjunkturaufschwung gehandelt. Der DAX klettert von Hoch zu Hoch – und sorgt für so manchen Spielerfehlschluss.

Aktien, die besonders sensibel auf eine positive Konjunkturentwicklung reagieren, steigen am stärksten – Banken, Technologiewerte, Industrie. Und die Zinsen am kurzen Ende fallen. Erst wenn sich hier etwas ändert, haben wir es mit Warnsignalen zu tun. Bis dahin gilt: Keine Angst vorm nächsten Allzeithoch.

Montag, 20. Januar 2014

Den kannte ich noch gar nicht ...

Manchmal stolpert man über so Sachen ...


"... The Bloomberg index of financial conditions is at an all-time high, which suggests that financial markets haven't been this healthy for the past two decades. This index is composed entirely of real-time measures of market sentiment, risk aversion, liquidity, credit risk, and profit expectations. No seasonal adjustment factors were used in the manufacture of this index, and no revisions will ever be made to the data. This index has a good record of leading economic conditions in general, and currently it is saying that there is virtually no risk of any significant economic disruption on the horizon ..."

Freitag, 17. Januar 2014

Something changed ...

Die "Marktbreite" war ein gutes Argument für die Nachhaltigkeit der Rally 2013. Alles lief. Zu Beginn des Jahres hat sich das etwas verändert: Besonders stark sind Finanzwerte, Technologie und Helathcare. Nicht gut läuft es dagegen bei Energie-Aktien, Versorgern, Telekoms ...

Gut möglich, dass man jetzt etwas mehr selektieren muss, um Gewinneraktien zu finden.

Im Chart zu sehen ist die Performance von vier S&P-Branchen relativ zum Gesamtindex S&P-500 (Quelle: bespokeinvest)

Donnerstag, 16. Januar 2014

Der ultimative Kontra-Indikator. Oder auch nicht ...

Bei StockTwits hat ein Mitglied namens Howard Lindzon folgende nette Illustration veröffentlicht. Auf den ersten Blick scheint es ganz offensichtlich, dass ein Crash bevor steht, wenn sich Hollywood des Themas Wall Street annimmt. So dann wohl auch jetzt mit dem Start des Streifens "The Wolf of Wall Street".

Hm, na ja. Das ist eine ganz nette Spielerei. Aber nicht konsistent. Denn zum einen wurde "Wall Street 2" gedreht, als der Crash fast schon vorbei war und zum anderen hat Howard die Filme "Arbitrage" (2012) und "Margin Call" (2011) offensichtlich "vergessen" (sie haben ja auch keinen Crash ausgelöst).

Ausserdem fehlen etliche Filme aus den 90ern  – "The Hudsucker Proxy" etwa. Und Danny DeVito in "Other People’s Money" oder auch Whoopie Goldberg in "The Associate" ...

Trotzdem nett, die Illustration. Ist ja auch ein guter Anlass. Heute ist hierzulande Kinostart von "Der Wolf der Wall Street".


Mittwoch, 15. Januar 2014

Big Rally! Big time!

Dax über 9700, S&P in Nähe des Allzeit-Hochs ... This rally got legs, sagt man an Wall Street. Der heutige Börsentag macht den mauen Start vergessen!

Dienstag, 14. Januar 2014

Verdrehte Ansichten

Hab' ich schon erwähnt, dass seit Jahresbeginn der eine oder andere meiner Kommentare in den Print-Ausgaben von "BÖRSE Online" zu finden ist?! Oder anders herum, dass meine BO-Kommentare hier zu finden sind ... 

Die Sache mit der Zinsangst etwa gibt's in ähnlicher Form im aktuellen Heft, das am Donnerstag erscheint. Schauen'se mal rein, zumal vor allem die Titelgeschichte zur Dividendensaison sehr lesenswert ist.

Und den Kommentar, den gibts schon hier und jetzt vorab:

Verdrehte Ansichten – Die Furcht der Börsianer vor steigenden Zinsen ist meist genauso unbegründet wie die Angst der Deutschen vor Inflation. Allerdings sollte man sich vor Wölfen in Acht nehmen.

Die Deutschen hätten eine „perverse Angst“ vor Inflation hat EZB-Chef Mario Draghi neulich gesagt. Ob das so ist, sei mal dahingestellt. Vermutlich hat er es ohnehin eher im Sinne von „verdreht“ gemeint und weniger im Sinne von „abartig“, wie ihm der eine oder andere unterstellt. Die ganze eifernde Aufregung ist daher völlig umsonst. Aber sei‘s drum.

Über Aktionäre wiederum – egal welcher nationalstaatlicher Herkunft auch immer – lässt sich dagegen mit Bestimmtheit behaupten, dass sie Angst vor steigenden Zinsen haben. Eine Tatsache, die ganz sicher nicht pervers ist, weder im Sinne von verdreht noch im Sinne von abartig. Jedoch ist die Angst oft unbegründet. Denn ein steigendes Zinsniveau bedeutet nicht zwangsläufig fallende Aktienkurse, was ja die Hauptsorge der Aktionäre ist. Nein, der Zusammenhang ist deutlich komplexer. Zum einem kommt es dabei sicherlich darauf an, wie überraschend es zu steigenden Zinsen kommt. Drehen die Notenbanken etwa über Nacht und mehr oder weniger ohne Vorwarnung an der Zinsschraube, schmeckt das keinem an den Finanzmärkten. Das war beispielsweise 1994 der Fall. Anders liegen die Dinge, wenn eine Veränderung beim Zinsniveau schon länger in der Luft gelegen hat.

Besonders wichtig ist zudem immer auch die absolute Höhe der Zinsen. Eine Handvoll Volkswirte der US-Bank J.P. Morgan haben versucht, den Zusammenhang zwischen Zinshöhe und Aktienkurs grafisch zu erläutern und zeigen dabei, dass von 1963 bis 2013 in Phasen steigender Zinsen die Aktienkurse erst dann fielen, wenn das Zinsniveau bei den zehnjährigen US-Anleihen über etwa 4,5 Prozent kletterte (siehe Grafik ganz links). Unter dieser Marke lautete dagegen die Gleichung: Zinsen rauf, Aktien rauf. Surprise, surprise!

Wendet man diese Erkenntnisse auf das Jetzt und Hier an und bedenkt, dass etwa die US-Notenbank allenfalls eine minimale Korrektur der bislang so unglaublich laxen Geldpolitik anstrebt und Draghis EZB von einer Zinswende noch viel weiter entfernt ist, kann das Gerede von einer nahenden Zinswende eigentlich nicht schrecken. Im Gegenteil: Mag sie doch kommen. Es wäre ein Zeichen von Normalität. Ein Zeichen dafür, dass die Konjunktur Fahrt aufnimmt, und dass es wenigstens ein Minimum an Inflation gibt, egal ob das bei dem einen oder anderen für perverse Angstschübe sorgt, ob nun im Sinne von verdreht oder im Sinne von abartig.

Apropos verdreht: Am Erscheinungstag dieser Ausgabe der „BÖRSE ONLINE“  läuft in den Kinos „Der Wolf der Wall Street“ an, ein Streifen über den Börsenbetrüger  Jordan Belfort, der in den 90ern zahlreiche Anleger über den Tisch zog. Seine Methode: „Pump and Dump“. Hochjubeln und fallen lassen von Pennystocks. Das hat damals richtig gut funktioniert, was wohl an einer gewissen perversen Gier mancher Anleger lag.

Slumdogs vs. Millionaires

Jon Stewart über die zunehmende Einkommenskluft in den USA ...

Teil 1



Teil 2

Freitag, 10. Januar 2014

Wer hat Angst vor steigenden Zinsen?

Ich nicht. Es ist nämlich so, dass die einfache Gleichung "Steigende Zinsen = fallende Aktienkurse" falsch ist. Der Zusammenhang ist etwas komplexer.

Es kommt auf die absolute Höhe der Zinsen an. Gut zu sehen ist das in folgender Grafik von JP Morgan, die die Verzinsung einer zehnjährigen US-Staatsanleihe und deren Korrelation mit den Aktienkursen seit den 1960ern darstellt.

Simply put: Steigen die Zinsen – sind dabei aber noch unter etwa fünf Prozent –, steigen auch die Aktienkurse. Über fünf Prozent wendet sich dann das Blatt.

Quite interesting ...

Zum Vergrößern bitte anklicken

Donnerstag, 9. Januar 2014

Wachstumstreiber 2014

Während sich viele noch fragen, was denn in den kommenden Jahren für Wachstum sorgen kann, welches denn die bahnbrechenden neuen Technologien sein werden, die die Weltwirtschaft so richtig voranbringen, liegt doch die Antwort längst auf der Hand: Cannabis! Colorado macht da gerade den Anfang ...

Dienstag, 7. Januar 2014

Zahlenspiele

Das Börsenjahr hat mit Kursverlusten begonnen. Wir haben es gemerkt: Vor allem am ersten Handelstag ging es beim DAX wie auch beim Dow Jones ordentlich nach unten. Und weil in den Jahren zuvor genau das Gegenteil der Fall war, ist denn jetzt auch schnell vom „schlechtesten Start“ an den Börsen seit 2008 die Rede.

Für Statistiker sind solche Zahlenspiele natürlich ein Fest, will man doch aus Vergangenem dann ganz schnell auf Künftiges schließen. Ich mach' das ja auch ganz gern ...

So ist etwa bekannt, dass am deutschen Aktienmarkt seit 1960 in 78 Prozent aller Fälle die ersten fünf Handelstage die Tendenz des Gesamtjahres vorgegeben haben. Und an der Wall Street gilt seit Urzeiten der Spruch: „As January goes, so goes the year“. Demnach könnte man nach einem verpatzen Januar schon das ganze Jahr verloren geben. Und nach einem guten Start wäre der Rest des Jahres ein Kinderspiel. Immerhin hat diese Weisheit in 81 Prozent aller Jahre seit 1950 gestimmt. Ausnahmen bestätigen aber die Regel – sorgen bei uns dann aber eben auch für ein gewisses Restrisiko. 

Apropos Zahlenspiele: Nach einer Umfrage des Gallup-Instituts besitzen 52 Prozent der volljährigen Amerikaner Aktien. Das ist ganz ordentlich, im Vergleich zu den Jahren vor dem Crash 2008 aber wenig – damals lag die Quote beständg bei über 60 Prozent, 2007 gar bei 65 Prozent. Von einem Aktien-Hype kann also aktuell kaum die Rede sein.

Und noch mehr Zahlenspiele: Im gerade zu Ende gegangenen Börsenjahr haben von den 500 Aktien des amerikanischen S&P-Index sage und schreibe 460 das Jahr im Plus beendet. So breit war ein Aufschwung selten. Tatsächlich kam es seit 1990 nur vier Mal vor, dass von den 500 Aktien mehr als 400 ein Kalenderjahr mit einem Plus beendeten. Und bemerkenswert: Im jeweiligen Folgejahr ging es mit dem Aktienmarkt erneut nach oben.

Besagte Marktbreite ist ein gutes Argument für die Optimisten (also auch für mich, hehe). Nahezu alles steigt. Die sogenannten konjunktursensiblen Branchen und Aktien geben dabei den Ton an: Industriewerte, Technologie, Finanztitel, Auto-Aktien. Ebenso laufen kleinere Aktien tendenziell besser als die großen Blue Chips. Defensivere Sektoren wie Versorger halten da nicht ganz mit. All das ist ein Indiz dafür, dass die Rally Schwung hat, dass immer mehr Anleger Vertrauen fassen – was den Kreis schließt zu den 48 Prozent der Amerikaner, die noch nicht investiert sind.

Dass das Jahr dennoch kein Selbstläufer wird, ist klar. Die Bewertungen der Aktien sind teilweise recht hoch, und die Unternehmen müssen in der jetzt anstehenden Berichtssaison gute Zahlen liefern, um die Bewertungen zu rechtfertigen. Alcoa macht ja von den großen Gesellschaften am Donnerstag den Anfang. So richtig Schwung in die Berichtssaison kommt dann aber erst in den beiden letzen Januar- und in der ersten Februar-Woche. Dann erwartet uns eine wahre Zahlenflut.

Spätestens dann lässt sich aber auch beser einschätzen, ob der maue Start ins Börsenjahr nun ein schlechtes Omen war oder nicht. Right?!

Montag, 6. Januar 2014

Prognosen 2014

Mein Special Friend Barry Ritholtz wagt einige Prognosen für das Jahr 2014. dem kann man sich anschließen ...

Donnerstag, 2. Januar 2014

Zu viel Optimismus?

Bei "Yahoo Finance" läuft gerade eine Umfrage, wie optimistisch/pessimistisch die Amerikaner für die künftige Börsenentwicklung sind. 

"Where do you see the stock market heading in 2014?", lautet die Frage. Und die Antwort ist in meinen Augen überraschend: 44 Prozent erwarten einen weiteren Anstieg, während 56 Prozent von stagnierenden oder von fallenden Kursen ausgehen. 

Sollte es nicht anders herum sein, nach einem derart starken Börsenjahr? Überbordender Optimismus geht anders ...